(stm) Auch wenn Teile der Stadtpolitik oder Presseberichte einer großen Regionalzeitung einen anderen Eindruck vermitteln, ist die Ansiedlung von Vink Chemical noch nicht endgültig beschlossen. Die Stadt hat zwar das entsprechende Industriegebiet und den Bebauungsplan bestellt, doch es steht noch eine zweite Öffentlichkeitsbeteiligung aus. Was diese bringt ist noch offen.

Das mittelständische Familienunternehmen Vink Chemicals plant seine Ansiedlung im Industriepark Schwerin und möchte technische Konservierungsstoffe und chemische Additive für industrielle Anwendungen herstellen. Neben einer Produktionsanlage sollen auch Büro-, Labor-, Lager- und Versandanlagen entstehen.

Öffentlichkeitsbeteiligung läuft noch.

Vor dem Bau sind umfangreiche Untersuchungen, Fachgutachten und Genehmigungsverfahren notwendig, die vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg durchgeführt werden. Ein wichtiger Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist die Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der bereits im März 2021 eine erste frühzeitige Beteiligung erfolgte und in wenigen Wochen eine weitere stattfinden wird. Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsbeteiligung können Einzelpersonen, Vereine, Initiativen und andere Interessengruppen ihre Bedenken und Beschwerden einbringen, die dann zwingend berücksichtigt werden müssen.

Obwohl der Industriepark Schwerin eine Ausweisung der Gewerbeflächen als Industrieflächen hat, sind umfangreiche Prüfungen und Genehmigungen notwendig, bevor das Unternehmen seine Produktion aufnehmen kann.

Die zweite zweite Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung soll nach einer Pressemitteilung der Landeshauptstadt Schwerin in den nächsten Wochen starten.

Vink Chemical wär erster sogenannte „Störfallbetrieb“ in der Landeshauptstadt

Das Unternehmen wird als Störfallbetrieb eingestuft und unterliegt damit strengeren Sicherheitsvorschriften und Kontrollen. Die Stadtverwaltung ist laut Pressemitteilung ist überzeugt, dass das Unternehmen die hohen Anforderungen des deutschen und europäischen Rechts erfüllen wird, um eine chemische Produktion in Deutschland umzusetzen.

Die Corona-Pandemie und Lieferkettenprobleme haben gezeigt, dass es zielführender sein kann, Produktionskapazitäten in Deutschland auszubauen. Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum plädiert für einen sachlichen Austausch der Argumente und eine umfassende Prüfung des Vorhabens. Eine pauschale Verurteilung des Aufbaus von Produktionskapazitäten in der Chemieindustrie am Standort Schwerin wird der Sache nicht gerecht.

Bildquelle: https://www.vink-chemicals.com/

Kritik und Gefahrenanalyse vom BUND

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hat der BUND Mecklenburg Vorpommern deutliche Position bezogen. Auf einer eigens eingerichteten Internetseite zeigt der BUND die Gefahren eines sogenannten „Störfallbetrieb“ auf. Die Internetseite mit alles wichtigen Informationen kann hier eingesehen werden.

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