(stm)
Auf der gerade laufenden „Ladesvertreter*innenversammlung“ der Partei Die Linke MV im „Campus“ in Schwerin-Süd, wurde Dietmar Bartsch auf Platz eins der Landesliste der Linke für Mecklenburg Vorpommern zur kommenden Bundestagswahl gewählt. Auf Platz zwei wurde Ina Latendorf gewählt.
Bartsch rechnet mit „Blackrock Kanzler“
In seiner Rede zur Kandidatur warnte Dietmar Bartsch vor gravierenden politischen Folgen durch das Scheitern der Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern. Er prognostizierte eine instabile politische Lage bis mindestens Mai, mit potenziell „verheerenden Auswirkungen“ für das Bundesland. Bartsch äußerte auch die Befürchtung, dass Friedrich Merz als Bundeskanzler die Regierung übernehmen könnte, den er kritisch als „Blackrock-Kanzler“ bezeichnete. Dies, so Bartsch, signalisiere einen deutlichen Rechtsruck in der deutschen Politik. Weiterhin übte er scharfe Kritik an der SPD, die seiner Meinung nach seit Jahren Versprechen mache, aber nicht liefere, und an den hohen Ausgaben für Rüstung im Vergleich zum Landeshaushalt von Mecklenburg-Vorpommern, so sei der Rüstungetat zehnmal so hoch wie der Landeshaushalt in MV. Die Linke, so Bartsch, müsse aus ihren Fehlern lernen und sich vereinen, um eine starke Präsenz im Bundestag zu sichern und negative Entwicklungen wie in der Vergangenheit, darunter Hartz IV und militärische Einsätze, zu verhindern. Mit einem leidenschaftlichen Appell rief er zu gemeinsamem Kampf und Einigkeit auf, in der Hoffnung, die Linke in Fraktionsstärke in den Bundetag und in MV ein zweistelliges Ergebnis zu erreichen.
Auf Platz 2 wurde Ina Latendorf gewählt. Latendorf hat ihr Wahlkreisbüro in Schwerin uns sitzt seit 2021 für die Linke über den Wahlreis Schwerin im Bundestag.
Latendorf befürchtet „konservative Machtübernahme“
Ina Latendorf kritisiert in ihrer Rede auf der Versammlung die Entwicklung der Bundespolitik und positioniert sich klar gegen die Politik der aktuellen Koalition, bestehend aus SPD und Grünen. Ihrer Meinung nach haben diese Parteien ihre sozialen Versprechen nicht eingehalten. Besonders hob sie hervor, dass die Linke als einzige Partei im Finanzausschuss konsequent gegen Rüstungsvorhaben gestimmt hat und somit als Bewahrerin sozialer Interessen auftritt. Latendorfs Kritik richtet sich auch gegen die CDU, der sie vorwirft, rhetorisch Positionen der AfD zu übernehmen, was sie als ein Zeichen für die Gefahr einer konservativen Machtübernahme deutet. Ihre Aussage sei ein klares Bekenntnis gegen Sozialabbau und die Betonung militärischer Stärke, die sie als „Kriegtüchtigkeitsrhetorik“ bezeichnet. Sie kritisierte den Kapitalismus und forderte eine Preisaufsicht und stellte sich gegen Monopole bei Nahrungsmitteln, Strom und weiteres.
Die weiteren Listenkandidierenden werden aktuell noch gewählt. Der beitrag wird an dieser Stelle ergänzt werden.
Die gesamte Versammlung der Linken kann unter folgendem Link eingesehen werden:















