(stm)
Die Landeshauptstadt Schwerin plant, dem Verein „UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V.“ beizutreten. Dieser Schritt folgt der erfolgreichen Aufnahme des Residenzensembles Schwerin in die UNESCO-Welterbeliste am 27. Juli 2024. Mit der Mitgliedschaft will die Stadt ihre Position als kultureller Leuchtturm Deutschlands stärken und das Welterbe gezielt touristisch vermarkten. Auf der Karte und Internetseite, die die deutschen Welterbestätten zusammenfasst fehlt Schwerin bisher. Dies will die Stadt nun ändern.
Hintergründe und Ziele
Der Verein „UNESCO Welterbestätten Deutschland e.V.“ vereint seit 2001 alle deutschen Welterbestätten sowie relevante touristische Organisationen. Ziel ist es, die einzigartigen Kultur- und Naturgüter Deutschlands zu fördern und international bekannt zu machen. Mit effektiven Marketingkampagnen sollen die touristische Attraktivität der Standorte gesteigert und die Besucherströme internationalisiert werden – alles unter Berücksichtigung eines nachhaltigen und denkmalgerechten Tourismus.
Schwerins Beitritt wird als essenzieller Baustein betrachtet, um das Potenzial des Welterbetitels voll auszuschöpfen. Neben der verbesserten Vermarktung eröffnet die Mitgliedschaft Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Welterbestätten sowie zur Nutzung gemeinsamer Ressourcen und Fördermittel.
Kosten und Finanzierung
Die Mitgliedschaft im Verein erfordert eine einmalige Aufnahmegebühr von 5.000 Euro sowie einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 550 Euro. Hinzu kommt eine Werbekostenumlage, die sich nach den Übernachtungszahlen bemisst und für Schwerin auf etwa 3.500 Euro pro Jahr geschätzt wird. Die Kosten für 2025 können aus Restmitteln des Welterbebewerbungsprojekts gedeckt werden, während ab 2026 Haushaltsmittel aus dem Bereich Stadtentwicklung und Wirtschaft umgewidmet werden sollen.
Potenzielle Auswirkungen
Der Beitritt bietet Schwerin nach der Ansicht der Stadtverwaltung die Möglichkeit, als Reiseziel international an Bekanntheit zu gewinnen. Insbesondere für die lokale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt könnten so die verstärkten touristischen Aktivitäten positive Effekte haben. Darüber hinaus trägt die Mitgliedschaft zur langfristigen Pflege und Präsentation des Residenzensembles als Kulturgut bei.
Entscheidung steht bevor
Der Hauptausschuss wird die beschlussvorlage am heutigen Dienstag beraten, bevor die Stadtvertretung Ende Januar abschließend entscheiden soll.
HIer kann die Beschlussvorlage heruntergeladen und eingesehen werden:

















