(fab)
Die Schweriner Stadtverwaltung hat einen Antrag zur Neuverteilung der Stadionnutzung im Sportpark Lankow abgelehnt und verweist auf einen bis 2042 laufenden Vertrag mit dem FC Mecklenburg Schwerin (FCM). Der Vorstoß des ask Stadtvertreters, höherklassigen Vereinen prioritär das größere Stadion zuzuweisen, scheiterte an rechtlichen Hürden, so die inschätzung der Stadtverwaltung.
Hintergrund: Vertrag bindet Stadt bis 2042
Der am 04.12.2015 geschlossene Gebrauchstüberlassungsvertrag mit dem FCM sichert dem Verein die Nutzung des Fußballzentrums Lankow bis zum 31.08.2042. Laut Verwaltung (§16 und §17 des Vertrags, der nirgend einsehbar ist) sei eine vorzeitige Kündigung nur bei schwerwiegenden Vertragsbrüchen oder im „öffentlichen Interesse“ möglich – beides liege nicht vor. Eine Änderung würde zudem Entschädigungszahlungen auslösen. Finanzielle Belastungen durch die Ablehnung des Antrags sieht die Stadt nicht (es gäbe dafür keine ausreichende finanziellen deckung).
SG Dynamo: Schimmelprobleme seit Herbst 2024
Parallel dazu dokumentiert die SG Dynamo Schwerin anhaltende Schimmelprobleme in ihren Umkleiden und Sanitäranlagen. Laut schwerin.news (Stand: März 2025) wurden die Mängel bereits im Oktober 2024 gemeldet, doch konkrete Sanierungsschritte stehen aus. Die Verwaltung erklärt, man prüfe „technische Gutachten“ zur Bausubstanz. Der Verein kritisiert die Verzögerung: „Die Gesundheitsrisiken für unsere Athleten sind seit Monaten bekannt“. Aktuell fände das vereinleben in Baucontainer statt. Die Bedingungen für die Sportlerinnen und Sportler seien nicht den Vorgaben der Oberliga Nordost entsprechend.
Aus diesem Impuls heraus stellte der ask Stadtvertreter nun den Antrag, dass die Verträge angepasst werden. Auf der vergangenen Sitzung der Stadtvertretung untermauerte er den Antrag mit der Argumentation, dass man die SG Dynamo zwangsweise von der Paulshöhe vertrieben und nach Lankow geschickt habe. Dass es dort jetzt eine Situation gäbe, dass der FC Mecklenburg noch über Jahrzehnte die Betreibung des Sportparkes übernehme, das wesentlich eher den Bedingungen der Oberliga Nordost entspricht spielt, obwohl der Verein aktuell in einer niedrigeren Liga als die SG Dynamo spiele, sei nicht auf Dauer hinnehmbar. Derweil befinde die SG Dynamo entgegen aller Versprechungen in einer untragbaren Situation.
Kontroverse um „Doppelstandards“
Die unterschiedliche Behandlung der Vereine sorgt für Diskussionen: Während der FCM durch den Langfristvertrag Planungssicherheit genießt, wartet die SG Dynamo trotz akuter infrastruktureller Probleme auf Lösungen.
Auf der kommenden Sitzung der Ausschusses Sport wird der Antrag behandelt werden. Dieser wurde nun gekürzt und fodert allgemein Vertragsanpassungen für den Sportpark Lankow.
Die Sitzung findet dann am 24. April im Stadthaus in der sechsten Etage (Raum 6.047) statt und ist öffentlich für Interessierte zugänglich.
Hier können der neue Antrag sowie die Stellungnahme der Verwaltung eingesehen werden:














