(stm)

Am Samstagabend kam es im Schweriner Stadtteil Krebsförden zu einem ungewöhnlich aufwändigen Polizeieinsatz, der nicht nur für zahlreiche Funkwagen und einen Hubschrauber sorgte, sondern auch den Zugverkehr zwischen Schwerin und Parchim für rund zwei Stunden zum Erliegen brachte.

Frau in psychischem Ausnahmezustand vermisst

Gegen 20:00 Uhr hatte sich eine besorgte Frau bei der Polizei gemeldet. Ihre Freundin befinde sich in einem psychischen Ausnahmezustand und sei in den Grünflächen rund um Krebsförden verschwunden. Besonders brisant: Die Frau entfernte sich in Richtung einer großen Wiesen- und Buschlandschaft, in deren Nähe sich auch Bahngleise befinden.

Angesichts der unklaren Gefährdungslage reagierte die Polizei umgehend und mobilisierte mehrere Einsatzkräfte. Auch ein Polizeihubschrauber wurde alarmiert. Über die Bundespolizei wurde außerdem die sofortige Sperrung der Bahnstrecke veranlasst, um eine Gefährdung der Frau auszuschließen.

Zug kehrt um – Rückfahrt nach Schwerin

In Folge der Sperrung musste unter anderem der Regionalzug RB13 der ODEG anhalten. Fahrgäste berichteten, dass der Zug auf Höhe des Sieben Seen Centers zum Stehen kam – und nach einiger Zeit rückwärts zurück zum Hauptbahnhof Schwerin fuhr.

„Das Zugpersonal teilte uns mit, dass wegen eines Polizeieinsatzes nicht weitergefahren werden könne. Dann ging es zurück nach Schwerin“, berichtet Fahrgast Martin S. gegenüber schwerin.news.

Erfolgreiche Hubschrauberrettung – Bahnstrecke wieder freigegeben

Gegen 20:50 Uhr entdeckte die Besatzung des Hubschraubers die vermisste 31-Jährige. Da der Einsatzort nur schwer zugänglich war, entschied sich die Crew zur Landung direkt im Gelände. Gegen 21:00 Uhr konnte die Frau gesichert und zur weiteren medizinischen Versorgung durch die Besatzung eines Rettungswagens ins Helios-Klinikum gebracht werden.

Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen konnte auch die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. Der gesamte Einsatz endete gegen 22:00 Uhr.


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