(stm)
Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Stadtteilparks in Lankow hat am Dienstag ihre Unterschriftenlisten an die Stadt übergeben. Insgesamt wurden 440 Dokumente eingereicht, auf denen jeweils bis zu zehn Unterzeichnende Platz hatten. Bei einigen Listen sind es weniger, sodass die endgültige Zahl nun von der Stadt geprüft wird. Nach Angaben der Initiative wurden damit bereits mehr als 4.000 Unterschriften gesammelt. Da erfahrungsgemäß ein Teil der Unterschriften als ungültig aussortiert wird, wollen die Engagierten in den kommenden Tagen weiter sammeln, um die Hürde mit Sicherheit zu nehmen.
Übergeben wurden die Unterlagen von Astrid Kindl und Beghard M. Ahmed, begleitet von weiteren Aktiven, die in den vergangenen Wochen engagiert Unterschriften gesammelt haben. Entgegengenommen wurden sie im Büro der Stadtvertretung vom ersten stellvertretenden Stadtpräsidenten Daniel Meslien, da Stadtpräsident Sebastian Ehlers berufsbedingt international unterwegs ist.

Die Einreichenden betonten, dass die Unterstützung aus dem gesamten Stadtgebiet kommt: Ob Warnitz, Altstadt, Neu Zippendorf, Krebsförden oder andere Stadtteile – aus nahezu allen Vierteln Schwerins seien Unterschriften zusammengekommen. Die Intitiatoren bedanken sich bei allen die gesammelt, und natürlich unterschrieben haben. In anderen Städten sei man dabei Grünflächen zu entsiegeln, aber in Schwerin wolle man einen knapp 5000 m² großen Stadtteilpark mit Spielplatz bebauen. Das ist nach Ansicht der Aktiven steinzeitliches verhalten.
Das Bürgerbegehren richtet sich gegen einen bereits gefassten Beschluss der Stadtvertretung zum Verkauf des Stadtteilparks. Deshalb galt eine Frist von nur sechs Wochen für die Sammlung der Unterschriften. Ziel ist es, die geplante Bebauung des rund 5.000 Quadratmeter großen Areals zu verhindern. „Die kurze Frist, dazu noch Ferien und Urlaubszeit – das waren einige Steine, die wir erst aus dem Weg räumen mussten. Jetzt sammeln wir weiter, um das Bürgerbegehren erfolgreich zu machen.“
Entscheidung Ende September
Die Stadtvertretung wird am 29. September 2025 über das Begehren beraten. Nimmt sie das Anliegen nicht an und hält an den bisherigen Plänen fest, käme es — nach Worten des stellvertretenden Stadtpräsidenten Daniel Meslien — zum ersten inhaltlichen Bürgerentscheid in der Geschichte der Landeshauptstadt Schwerin. Die Kosten dafür werden auf deutlich über 100.000 Euro geschätzt.
Sammeln geht weiter
Unterschriften können noch bis zum 19. September nachgereicht werden — also zehn Tage vor der Sitzung der Stadtvertretung. Die Initiative kündigte an, die kommenden Tage intensiv zu nutzen, um mögliche ungültige Stimmen auszugleichen.
Geplante Sammelaktionen:
- heutiger Dienstagabend, Schmiedestraße (Richtung Markt am Rande des Musikklub Konzertes)
- Mittwoch am Platz der Freiheit ab 16 Uhr
- Donnerstag auf dem Dreesch ab 16 Uhr
- Weitere Aktionen und Haustürbesuche in Lankow und anderen Stadtteilen folgen.
Unterschriftenlisten können außerdem über die Internetseite der Initiative heruntergeladen werden. Abgabeorte sind an den Sammelaktionen sowie direkt auf den Listen vermerkt und können jederzeit telefonisch erfragt werden. (015204466108)
Die Engagierten machen deutlich: Jetzt zählt jede einzelne Unterschrift. Auch wer bisher noch nicht unterschrieben hat, kann in den nächsten Tagen entscheidend dazu beitragen, dass das Bürgerbegehren sicher die Hürde nimmt.
Hier ein Mitschnitt aus der Übergabe:


















