(red)

Am Montagnachmittag ist es in der Schweriner Innenstadt zu einer gefährlichen Flucht vor einer Polizeikontrolle gekommen. Nach Angaben der Polizei wollte eine Streife am 5. Januar 2026 gegen 14.40 Uhr auf dem Platz der Jugend eine 51-jährige deutsche Autofahrerin kontrollieren, weil sie zuvor ein Durchfahrtsverbot missachtet haben soll. Doch statt anzuhalten, fuhr die Frau weiter – und löste damit eine Kette riskanter Situationen aus, die schließlich erst auf der Ludwigsluster Chaussee endete.

Wie die Polizei mitteilt, ignorierte die Fahrerin die Anhaltesignale der Beamten und setzte ihre Fahrt in Richtung Obotritenring fort. Verkehrsbedingt musste sie auf Höhe der Wittenburger Straße anhalten. Als ein Polizist an das Fahrzeug herantrat und die Tür öffnete, soll die 51-Jährige plötzlich wieder losgefahren sein. Dabei wurde ein 38-jähriger Beamter in der Tür eingeklemmt und mehrere Meter mitgeschleift.

Damit nicht genug: In der Folge wendete die Fahrerin laut Polizei ihr Fahrzeug und kollidierte dabei mit einem Einsatzfahrzeug. Erst auf der Ludwigsluster Chaussee konnte das Auto erneut gestoppt werden. Doch auch dort versuchte die Frau offenbar, sich der Maßnahme zu entziehen – und stieß nach Angaben der Polizei mit einem weiteren Polizeifahrzeug zusammen. Erst dann wurde die Fahrt endgültig beendet.

Der 38-jährige Polizist blieb nach Polizeiangaben glücklicherweise unverletzt. Der entstandene Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen wird polizeilich auf insgesamt etwa 1.700 Euro geschätzt. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen kam es zudem zu Verkehrsbehinderungen auf der Ludwigsluster Chaussee.

Gegen die 51-Jährige wurden Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Gefährdung des Straßenverkehrs. Außerdem wurde ihr Führerschein sichergestellt. Warum die Frau sich so verhalten hat, ist laut Polizei Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Zeugen gesucht: Personen, die die Situation beobachtet haben oder möglicherweise durch die Fahrweise der Frau gefährdet wurden, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Schwerin unter 0385/5180-2224 zu melden.


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