(red/stm)
Auch Fraktion Die Linke in der Schweriner Stadtvertretung hat ihre Position zum laufenden Briefwahl-Bürgerentscheid in einer Stellungnahme festgehalten. Darin beschreibt sie den Bürgerentscheid als Weichenstellung für die künftige Nutzung einer „parkähnlichen Spielfläche“ in Lankow (Spielplatz Kieler Straße) – und rahmt die Abstimmung vor allem als Frage der langfristigen Stadtteilentwicklung, nicht als reine Spielplatzdebatte.
In dem Papier wird zunächst die Grundfrage des Bürgerentscheids benannt: Soll die parkähnliche Spielfläche erhalten bleiben oder durch ein „modernes Neubauprojekt mit Wohnungen, Geschäften und Facharztpraxen“ ersetzt werden. Die Linke ordnet das Thema ausdrücklich als Entscheidung über einen „zentralen Freiraum“ im Stadtteil ein, der Auswirkungen auf Lebensqualität, Infrastruktur und Stadtentwicklung habe. Auffällig ist die Formulierung, der Bürgerentscheid diene aus ihrer Sicht „nicht der Entscheidung über den einzelnen Spielplatz“, sondern ziele darauf ab, „eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Stadtteilgebiets zu ermöglichen“. Damit betont die Fraktion den planerischen und strukturellen Kontext – und legt den Schwerpunkt weniger auf das einzelne Spielgerät oder die konkrete Fläche, sondern auf die Gesamtperspektive für Lankow.
Dies oder das
Die Linke stellt anschließend zwei Optionen gegenüber. Auf der einen Seite steht der Erhalt des Parks beziehungsweise der Spielfläche mit dem Fokus auf naturverbundene Freizeitmöglichkeiten sowie Nutzen für Familien und Anwohner. Auf der anderen Seite beschreibt sie das Neubauprojekt als Kombination aus Wohnen, Gewerbe und Praxen – verbunden mit „drei weiteren kleineren Spielflächen“ als Alternative zur bestehenden Fläche. In dieser Darstellung wird deutlich, dass die Fraktion beide Varianten als grundsätzlich abwägbare Entwicklungswege präsentiert und die Debatte in ein „Entweder–Oder“ zwischen Freiraumqualität und Infrastruktur-/Versorgungsbausteinen übersetzt.
Keine klare Empfehlung
Zum Schluss setzt Die Linke in ihrer Stellungnahme einen eigenen Akzent: Sie erklärt, man setze auf „umfassende Bürgerbeteiligung und Transparenz“. Eine explizite Abstimmungsempfehlung („Ja“ oder „Nein“) enthält das Dokument in dieser Fassung nicht; stattdessen bleibt der Schwerpunkt auf der Einordnung des Bürgerentscheids als Instrument, um die weitere Entwicklung des Stadtteilgebiets verbindlich zu klären.
Was die anderen Parteien empfehlen kann hier nachgelesen werden:
Hier die Stellungnahme der Linke Fraktion:
Weitere Informationen zum Bürgerentscheid:













