Nachdem bereits Heiko Steinmüller (Einzelkandidat), Sebastian Ehlers (CDU), Petra Federau (AfD) und Mandy Pfeiffer (SPD/Linke) ihre Kandidaturen bekannt gegeben haben, kommt nun eine weitere Kandidatin hinzu.

OB-Wahl 2026: SPD und LINKE schicken Mandy Pfeifer als gemeinsame Kandidatin ins Rennen – schwerin.news

Die Aktionsgruppe Stadt und Kulturschutz (ASK) Schwerin schickt eine neue Stimme ins Rennen um das Rathaus: Dr. phil. Aileen Wosniak wird als Oberbürgermeisterkandidatin antreten. Die promovierte psychologische Psychotherapeutin ist gebürtige Schwerinerin, aufgewachsen auf dem Großen Dreesch, und vor zwei Jahren nach längerer Abwesenheit bewusst in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Die ASK betont dabei auch ihren Hintergrund: Wosniak stammt aus einer Nicht-Akademiker:innen-Familie – und wolle Politik nicht aus der Distanz, sondern aus gelebter Erfahrung heraus gestalten.

In ihrer Ankündigung setzt Wosniak auffallend wenig auf Wahlkampf-Buzzwords – und umso mehr auf klare Ansagen. „Ich kandidiere nicht, um Schlagworte zu sammeln. Ich kandidiere, um Probleme zu lösen“, wird sie zitiert. Ihre zentrale Botschaft: Schwerin könne „mehr“ – mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Tier- und Umweltschutz und vor allem echte Beteiligung der Menschen, „die diese Stadt tragen“.

Ein Schwerpunkt ihrer Kandidatur liegt auf der konsequenten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Entscheidungen über Wege, Orte und Zukunft dürften nicht über die Köpfe der Jüngsten hinweg getroffen werden, argumentiert sie. Wer junge Menschen nicht einbeziehe, sende ein „fatales Signal“ – und beschädige langfristig das Vertrauen in Demokratie. Als Beispiel wird in der Erklärung ausdrücklich auf Prozesse wie rund um den Stadtteilpark Lankow verwiesen.

Auch das Thema Stadtentwicklung will Wosniak erkennbar anders aufziehen: feministisch, alltagsnah, sicherheitsorientiert. Care-Arbeit solle sichtbar werden – und Infrastruktur sowie öffentliche Räume so geplant sein, dass sich insbesondere FLINTA* und weiblich gelesene Personen sicher bewegen können. Genannt werden ganz konkret bessere Beleuchtung, klügere Wegeführung und erreichbare Aufenthaltsorte. Ihr Satz dazu ist programmatisch: „Sicherheit ist kein Luxus.“

Dazu kommen klassische kommunale Großbaustellen, die Wosniak mit einem deutlichen sozialen Blick versieht: eine sozial gerechte Wohnungspolitik, die stärker auf Durchmischung aller Stadtteile zielt, sowie ein strukturell verankerter Tier- und Umweltschutz. Gerade beim Tierschutz knüpft sie an ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement an – unter anderem gegen Katzenleid und in der Versorgung verletzter Tiere. Ihre Forderung: klare Zuständigkeiten und verlässliche Standards statt Symbolpolitik. „Ehrenamt ist kein Lückenbüßer für staatliches Wegsehen“, heißt es dazu.

Die ASK zeichnet Wosniak insgesamt als Kandidatin, die Schwerin nicht neu „erfinden“ will – sondern es ernst meint mit Beteiligung, sozialer Gerechtigkeit und einem Blick auf die Realitäten in den Stadtteilen.


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