(red)
Der „70-Sekunden-Stadtvertreter“ ist jetzt auch formal Geschichte – und auf ihn folgt ein alter Bekannter. Wie aus der Bekanntmachung der Stadtwahlleitung hervorgeht, ist Stephan Schrör (ASK) zum 2. Februar 2026 aus der Stadtvertretung ausgeschieden. Der Sitz ging zum selben Stichtag auf Karsten Jagau über. Damit ist der nächste Schritt in der Nachbesetzungskette innerhalb der Wählergemeinschaft vollzogen.
Schrör hatte Ende Januar für Aufsehen gesorgt, als er sich in der Stadtvertretung vereidigen ließ, sich umdrehte und den Saal wieder verließ – ein Auftritt, der in der politischen Debatte deutlich länger nachwirkte als die eigentliche „Amtszeit“.
Mit Jagau rückt nun ein Name nach, der in der Schweriner Kommunalpolitik nicht neu ist. Über Jahre hinweg ist Jagau kommunalpolitisch aktiv und anerkannt. Jagau ist seit vergangenem Jahr ordentliches Mitglied im Ausschuss des Eigenbetriebes Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen (SDS). Zudem ist er über die Gewerkschaft ver.di im Behindertenbeirat. Seit Anfang 2025 ist Jagau außerdem stellvertretend im Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport benannt.
Die Nachbesetzung bei der ASK wirkt damit dieses mal weniger wie ein Protestmoment – sondern mehr wie die Rückkehr zu normaler, dauerhafter Ausschuss- und Ratsarbeit.
Kleiner Hinweis: Das Foto der „Übergabe des Stadtvertreter-Tablet“ wurde bereits zu einem Zeitpunkt gemacht, zu dem Stephan Schrör noch nicht mal offiziell Stadtvertreter war. Dies lässt annehmen, dass der „kurze“ Gastauftritt von Schrör eine länger geplante Aktion war.
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