(red/PM) Künstliche Intelligenz gilt oft als Stromfresser – doch im kommunalen Alltag könne sie, richtig eingesetzt, sogar Umwelt und Haushaltskasse entlasten. Das sagt Dr. Daniel Trauth, Gründer und Geschäftsführer des Kölner Smart-City-Startups dataMatters (Ausgründung RWTH Aachen). Durch KI-gestützte Optimierung ließen sich Verkehrsflüsse steuern, Emissionen senken, Stromnetze effizienter betreiben und Energieverschwendung reduzieren.
Trauth verweist auf mögliche Sekundäreffekte: Wenn der ÖPNV stärker am Bedarf ausgerichtet werde, könnten mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Ein großer Hebel sei zudem der ruhende Verkehr – Schätzungen zufolge entfalle ein relevanter Anteil des innerstädtischen Autoverkehrs auf Parkplatzsuche. KI-Systeme könnten dabei helfen, Auslastungen und Parkraumbewirtschaftung in Echtzeit zu analysieren und zu steuern.
Auch für Städte wie Schwerin sind das Szenarien mit praktischem Bezug – etwa bei der Frage, wie man Verkehr, Parkdruck, Abfalllogistik oder Bewässerung von Stadtgrün effizienter organisiert, ohne zusätzliches Personal zu binden. Als Beispiel nennt Trauth „intelligente“ Abfallbehälter, die Füllstände messen und Touren nur dann auslösen, wenn es sich lohnt. In Projekterfahrungen seien so bis zu 20 Prozent Kostenersparnis und rund 30 Prozent weniger CO₂-Emissionen möglich.
Wichtig für Kommunen: Der Einstieg müsse nicht als Großprojekt erfolgen, sondern Schritt für Schritt über einzelne Vorhaben, die sich schnell rechnen. Nach Angaben des Unternehmens seien Pilotprojekte teils sogar ohne eigenes Budget möglich – mit leihweiser Technik und kostenfreien Dienstleistungen.
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