Wer in den kommenden Wochen nachts über Schwerin ein surrendes Flugobjekt entdeckt, muss nicht gleich an „UFOs“ denken – auch wenn es optisch genau so wirken kann. Ab März bis voraussichtlich Mitte April sind in mehreren Stadtteilen nächtliche Drohnenflüge geplant. Dahinter steckt keine geheimnisvolle Aktion, sondern eine technische Routineprüfung: Die Stadtwerke Schwerin lassen das Fernwärmenetz thermografisch untersuchen – also per Wärmebildkamera aus der Luft.
Die Befliegungen sollen zwischen 23:00 und 6:00 Uhr stattfinden, wenn die Bedingungen für Wärmeaufnahmen besonders gut sind und der Alltag nicht gestört wird. Geplant sind Flüge über Abschnitte des Fernwärmenetzes in Krebsförden, Mueßer Holz, Friedrichsthal und Wüstmark.
Zum Einsatz kommt eine Drohne mit einer ferngesteuerten Spezialkamera. Sie überfliegt die Leitungsabschnitte in einer Höhe von 20 bis 60 Metern und erstellt lückenlose Wärmebilder. Das Verfahren liefert detaillierte Hinweise auf den Zustand des Netzes. Wo Wärme ungewollt nach außen dringt, können beispielsweise Schwachstellen in der Isolierung oder Problembereiche an Leitungen sichtbar werden – also genau die Stellen, an denen Energie verloren geht.
Nach Abschluss der nächtlichen Aufnahmen werden die Daten ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen nötige Reparaturen geplant und umgesetzt werden. Ziel ist es, die Fernwärme nicht nur nachhaltiger zu machen, sondern auch möglichst effizient in die Haushalte zu bringen.
Nach Angaben der Stadtwerke sind die zuständigen Behörden über die Flüge informiert; die notwendigen Genehmigungen für die Luftaufnahmen seien eingeholt worden.















