(stm/red)
Hinweis: In einer früheren Version dieses Beitrages hatten wir fälschlicherweise „zusammen bewegen“ als Mitveranstalter benannt. Dies ist nicht der Fall. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Am Samstag, 4. April 2026, soll der Schweriner Marktplatz zum Ort für Gespräche, Musik und gesellschaftliches Engagement werden. Unter dem Titel „Fest der Demokratie“ laden das Aktionsbündnis „Schwerin für ALLE“ und weitere Partner zu einer öffentlichen Veranstaltung in der Innenstadt ein. Beginn ist nach den veröffentlichten Veranstaltungsangaben um 12 Uhr, das Ende ist für 18 Uhr vorgesehen.
Das Grundmotiv der Veranstaltung ist klar formuliert: Eine aktive Zivilgesellschaft sei unverzichtbar, weil sie Impulse an die Politik gebe und sichtbar mache, was den Menschen in der Gesellschaft wichtig ist. Genau darauf wolle das Fest aufmerksam machen. Geplant sind auf dem Marktplatz Infostände verschiedener Organisationen sowie ein Bühnenprogramm mit Reden, Gesprächen und musikalischen Beiträgen. Im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt wird das Fest entsprechend knapp als Termin zum „miteinander reden, feiern und Musik hören“ angekündigt.
Für Schwerin bedeutet das: Das Demokratiefest ist nicht bloß ein einzelner Infostand-Nachmittag, sondern ein öffentlich sichtbares Signal zivilgesellschaftlicher Präsenz mitten in der Innenstadt. Der Anspruch ist dabei ausdrücklich positiv aufgeladen: Demokratie soll nicht nur verteidigt, sondern im Alltag erlebbar gemacht werden — mit Begegnung, Austausch und öffentlicher Präsenz auf dem Marktplatz.
Ganz ohne politische Fallhöhe ist das allerdings nicht. Denn zur Idee einer breiten, aktiven Zivilgesellschaft gehört immer auch die Frage, wer bei solchen Formaten mitgemeint ist — und wer nicht.
Brisant wird das in Schwerin auch deshalb, weil das Schweriner Friedensbündnis erklärt, es sei in die Planung des ebenfalls am 4. April stattfindenden Innenstadt-Formats nicht einbezogen worden; zudem sei ein beantragter Stand mit Material von IPPNW und der Informationsstelle Militarisierung abgelehnt worden. Gerade bei einer Veranstaltung, die Beteiligung, Offenheit und demokratischen Austausch betont, dürfte genau diese Abgrenzung noch Fragen aufwerfen.

















