(red/stm)
Das Schweriner Friedensbündnis will am Ostersamstag, 4. April 2026, erneut mit einem Ostermarsch durch die Landeshauptstadt ziehen. Doch in diesem Jahr rückt nicht nur der Protest gegen Krieg und Aufrüstung in den Mittelpunkt, sondern auch ein Streit um das parallel geplante „Fest der Demokratie“ in der Schweriner Innenstadt. Das Bündnis erklärt in einer Pressemitteilung, es sei in die Planung der Veranstaltung nicht einbezogen worden. Zudem sei ein beantragter Stand zur Verteilung von Informationsmaterial abgelehnt worden.
Nach Angaben des Friedensbündnisses beginnt der Ostermarsch am 4. April um 10 Uhr auf dem Grunthalplatz. Die Abschlusskundgebung ist gegen 11.15 Uhr in der Schlossstraße an der Staatskanzlei vorgesehen. Die Demonstration steht unter der Losung: „Nein zu Kriegsdienst, Kriegstüchtigkeit und Krieg“.
Brisant wird die Mitteilung vor allem durch die Kritik am Demokratiefest. Das Schweriner Friedensbündnis teilt mit, dass es bereits seit zehn Jahren Ostermärsche in Schwerin organisiert. Umso deutlicher fällt nun der Vorwurf aus, bei einer Veranstaltung mit dem Titel „Fest der Demokratie“ außen vor geblieben zu sein. Konkret geht es laut Pressemitteilung um einen abgelehnten Antrag auf einen Stand mit Material der Ärzteorganisation IPPNW sowie der Informationsstelle Militarisierung.
Inhaltlich verbindet das Bündnis den Ostermarsch mit scharfer Kritik an Aufrüstung, Waffenexporten und militärischer Eskalation. Gefordert werden unter anderem Abrüstung, ein deutscher Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag und ein Stopp weiterer Militarisierung. Auch zu den Kriegen und Konflikten in der Ukraine, in Gaza und im Verhältnis zum Iran bezieht das Bündnis Stellung.
Für Schwerin könnte damit am 4. April nicht nur ein Aktionstag mit zwei sehr unterschiedlichen Veranstaltungen entstehen, sondern auch eine politische Debatte darüber, wer bei einem „Fest der Demokratie“ mitgedacht wird – und wer offenbar nicht.

















