(stm/red)

Schweriner Einzelhändler können ab sofort von der neuen Öffnungszeitenverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern Gebrauch machen und ihre Geschäfte an Sonntagen häufiger öffnen. Darauf hat die Landeshauptstadt am Montag hingewiesen. Möglich ist das im gesamten Stadtgebiet innerhalb bestimmter Zeiträume im Jahr. Hintergrund ist, dass Schwerin als Weltkulturerbe-Stadt unter die neue Landesregelung fällt.

Konkret gilt die Regelung jeweils vom 15. März bis zum 31. Oktober sowie vom 17. Dezember bis zum 8. Januar. In dieser Zeit dürfen Geschäfte sonntags zwischen 11.30 Uhr und 19 Uhr für maximal sechs Stunden öffnen. Für den Ostersonntag gilt ein kürzeres Zeitfenster von 14 Uhr bis 18.30 Uhr. Am Karfreitag und am 1. Weihnachtstag müssen die Läden geschlossen bleiben.

Schwerins stellvertretender Oberbürgermeister Bernd Nottebaum begrüßt die neue Möglichkeit. Nach Angaben der Stadt könnten damit bereits zu Ostern und auch während des FrühjahrsErwachens Mitte April nicht nur touristische Angebote und Kulturveranstaltungen genutzt werden, sondern auch ein Einkaufsbummel in der Innenstadt. Das FrühjahrsErwachen ist für den 18. und 19. April 2026 angekündigt.

Die neue Öffnungszeitenverordnung hat in Mecklenburg-Vorpommern die frühere Bäderregelung abgelöst. Sie erlaubt in anerkannten touristischen Ausflugsorten und in Weltkulturerbe-Städten mit besonders hohem Tourismusaufkommen weitergehende Sonntagsöffnungen. Welche Orte davon erfasst sind, wurde nach Angaben der Industrie- und Handelskammer im Februar 2026 neu festgelegt.

Ganz unumstritten ist die Neuregelung allerdings nicht. Das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hatte am 12. März 2026 mitgeteilt, dass die in der Verordnung geregelten Sonderöffnungszeiten den verfassungsrechtlichen Sonn- und Feiertagsschutz nicht wahren. Ver.di begrüßte das Urteil. Das Land stellte kurz danach jedoch klar, dass die Regelung vorerst weiter genutzt werden könne, weil die Entscheidung zunächst noch nicht rechtskräftig sei. Damit bleibt die Sonntagsöffnung vorerst möglich — auch in Schwerin.



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