(red)
Wer aktuell in und um Schwerin auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen ist, findet oft keine rosigen Bedingungen vor. Davor warnt die DEKRA in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Experten der örtlichen Niederlassung raten eindringlich dazu, beim Autokauf nicht an der falschen Stelle zu sparen.
Ein frisch aufpolierter Lack, ein makellos gereinigter Innenraum oder ein brandneuer Unterbodenschutz machen auf den ersten Blick einen hervorragenden Eindruck. Doch genau hier sei Vorsicht geboten: Solche rein optischen Aufwertungen können allzu leicht über schwerwiegende technische Mängel hinwegtäuschen, teilt die Prüfgesellschaft mit.
„Gerade jetzt bei hohen Preisen kommt es darauf an, dass die Qualität des Fahrzeuges stimmt“, wird Thomas Rehe, Niederlassungsleiter der DEKRA in Schwerin, in der Mitteilung zitiert. „Die Gefahr, sich von einem ‚Blender‘ täuschen zu lassen, der gut aussieht, aber sein Geld nicht wert ist, ist nicht geringer geworden – im Gegenteil.“
Darauf sollten Gebrauchtwagenkäufer laut DEKRA achten
Um beim Autokauf keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt die DEKRA Kaufinteressenten, die folgenden Punkte systematisch abzuarbeiten:
- Papiere prüfen: Ein genauer Blick in die Zulassungsbescheinigungen gibt Aufschluss über die Haltedauer und die genaue Anzahl der Vorbesitzer.
- Historie nachvollziehen: Das Serviceheft sowie vorhandene Werkstattrechnungen liefern oft wertvolle Hinweise auf die tatsächliche Laufleistung und die Historie des Wagens.
- Kritisch nachfragen: Käufer sollten den Verkäufer direkt nach dem Grund für den Verkauf sowie nach eventuellen Vorschäden erkundigen.
- Belege einfordern: Wurden Schäden repariert, rät die DEKRA dazu, sich unbedingt die Rechnungen für die fachmännische Instandsetzung zeigen zu lassen.
- Probefahrt machen: Interessenten sollten sich ausreichend Zeit für eine Testfahrt nehmen – idealerweise auf einer bekannten Strecke.
- Begleitung mitnehmen: Vier Augen sehen mehr als zwei. Ein Begleiter, der sich im besten Fall gut mit Autos auskennt, sorge für zusätzliche Sicherheit bei der Besichtigung.
Modulares Prüfsystem für mehr Sicherheit
Wer keinen Kfz-Experten im eigenen Bekanntenkreis hat, sollte sich professionelle Hilfe holen, heißt es in der Mitteilung weiter. Speziell für diesen Zweck weist die DEKRA auf ihr eigenes, modulares Prüfsystem hin, das sowohl beim Privatkauf als auch beim Händlerbesuch für die nötige Sicherheit sorgen soll.
Da beispielsweise ein Jahreswagen andere Schwerpunkte bei der Prüfung erfordert als ein älteres Modell mit hoher Laufleistung, lasse sich der DEKRA-Check flexibel anpassen. Das Baukastensystem für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen umfasst die Module Technik, Karosserie und Fahrzeugsysteme. Werden alle drei Bereiche erfolgreich absolviert, erhält das Auto das DEKRA Prüfsiegel für Gebrauchtfahrzeuge. Zudem bietet die Niederlassung in Schwerin auch maßgeschneiderte Einzelgutachten an.

















