(Polzeimeldung/red)

In der Schweriner Innenstadt ist es in den vergangenen Tagen zu einer Serie von politisch motivierten Sachbeschädigungen gekommen. Unbekannte Täter sprühten verfassungsfeindliche Symbole, darunter verbotene SS-Runen und Hakenkreuze, im Stadtgebiet und übermalten dabei offenbar gezielt Schriftzüge aus dem linken Spektrum. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie die Polizei mitteilte, begann die Serie der Entdeckungen am Morgen des 9. April. Ein Hinweisgeber meldete zunächst frische Schmierereien in der Mecklenburgstraße sowie in der Bischofstraße. In der darauffolgenden Nacht stellten patrouillierende Polizeibeamte weitere Graffiti am Platz der Jugend fest. Am heutigen Freitagmorgen wurden schließlich neue Beschädigungen im Bereich der Schwimmenden Wiese und des Schlossgartens bekannt. Alle festgestellten Graffiti weisen verfassungsfeindliche Parolen und Symbole auf.

Politisch motiviertes Übersprühen

Die Hintergründe der Tat deuten auf eine Auseinandersetzung politischer Extreme im öffentlichen Raum hin. Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, wurden bestehende Graffiti mit dem Code „161“ und dem Schriftzug „AFA“ übermalt. Diese Abkürzungen stammen aus der linken Szene und stehen für „Antifaschistische Aktion“ (entsprechend der Position der Buchstaben im Alphabet: 1=A, 6=F, 1=A).

Auf diese bestehenden linken Symbole wurden in den vergangenen Tagen unter anderem in der Bischofstraße SS-Runen gesprüht. Die Zeichen der nationalsozialistischen „Schutzstaffel“ (SS) sind in Deutschland das Symbol einer verfassungswidrigen Organisation. Deren Verwendung ist nach dem Strafgesetzbuch streng verboten und zieht eine konsequente Strafverfolgung nach sich. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden bereits eingeleitet.

Polizei sucht Zeugen

Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens an den betroffenen Fassaden und Mauern lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Die Ermittler sind nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Wer Hinweise zu den Taten, möglichen Tatverdächtigen oder verdächtigen Beobachtungen in den genannten Taträumen (Mecklenburgstraße, Bischofstraße, Platz der Jugend, Schwimmende Wiese/Schlossgarten) geben kann, wird dringend gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180 2224, über die Onlinewache der Landespolizei sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.



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