(stm/Kommentar)
Rund 5.000 Schwerinerinnen und Schweriner haben laut Medienberichten bislang die digitale Wahlhilfe VOTO genutzt. Wie sich diese Zugriffe auf die verschiedenen Medien verteilen, ist von außen schwer zu sagen. Doch ein Blick in unsere eigenen Statistiken zeigt ganz transparent: Die Leserschaft von schwerin.news hat daran einen gewissen Anteil.
Das Interesse an der anstehenden Wahl in Schwerin scheint groß, und digitale Helfer wie VOTO kommen da genau richtig. Wir bei schwerin.news haben das Tool von Anfang an beworben und verlinkt – und die Resonanz unserer Leserinnen und Leser hat uns schlichtweg umgehauen.
Transparenz ist uns wichtig: Wir kennen die internen Klickzahlen der anderen Schweriner Medienhäuser nicht. Aber wir kennen unsere eigenen. Bis zum heutigen Tag verzeichnen wir allein über die Website von schwerin.news exakt 1.896 direkte Aufrufe auf das VOTO-Tool. Setzt man das in Relation zu den von anderen Medien gemeldeten rund 5.000 Gesamtnutzern in Schwerin, wird deutlich, welch enormen Beitrag unsere kritische, kleine und aktive Community zur demokratischen Willensbildung leistet.
Wissenschaftler betont Rolle lokaler Portale
Diese starke Mobilisierung über ein vergleichsweise kleines, unabhängiges Newsportal ist kein Zufall, sondern spiegelt einen Wandel im Medienkonsum wider. Das bestätigt auch Prof. Dr. Jochen Müller. Der Politikwissenschaftler der Universität Greifswald ist einer der Mit-Initiatoren von VOTO und beobachtet die aktuelle Entwicklung in Schwerin.
Gegenüber unserer Redaktion ordnet er die Bedeutung unabhängiger Plattformen so ein: „Gerade wenn sich immer weniger Menschen über klassische Medien informieren, können lokale Portale eine wichtige Ergänzung sein, wenn es darum geht, über lokale Ereignisse, Probleme und Konfliktlagen zu informieren.“ Für eine funktionierende Demokratie sei eine informierte Bevölkerung essenziell – und der Einfluss lokaler digitaler Akteure werde in der Wissenschaft dabei definitiv nicht unterschätzt.
Ein Beleg für unabhängigen Lokaljournalismus
Für uns als Redaktion sind diese belegbaren 1.900 Klicks vor allem eines: Ein gigantischer Vertrauensbeweis. Sie zeigen schwarz auf weiß, dass sich die Schwerinerinnen und Schweriner ganz gezielt abseits der traditionellen Medienstrukturen informieren.
Wir bedanken uns bei allen, die sich vor der Wahl so aktiv mit den Themen unserer Stadt auseinandersetzen.

















