(stm)
Es sollte ein spannender Wahlabend werden – doch für viele Bürgerinnen und Bürger, die die Auszählung der Oberbürgermeisterwahl am Bildschirm auf der website der Stadt verfolgen wollten, endete der Klick auf die städtische Website zeitweise im Frust.
Die offizielle Internetpräsenz der Stadt Schwerin, auf der die laufenden Wahlergebnisse präsentiert werden sollten, ging unter der Last der Zugriffe in die Knie. Über längere Strecken ging online schlichtweg gar nichts mehr.
Dass die digitalen Leitungen glühten und schließlich kollabierten, fiel der Redaktion von schwerin.news schnell auf. Da die offiziellen Informationskanäle im Netz stumm blieben, war kurzerhand klassisches Handwerk und Improvisation gefragt. Der Vorteil der kurzen Wege zahlte sich an diesem Abend aus: Weil die Redaktion ohnehin nur wenige hundert Meter entfernt liegt, ging es für die Reporter direkt rüber ins Stadthaus, um die aktuellen Zahlen vor Ort einzufangen und die Schwerinerinnen und Schweriner auf alternativen Wegen auf dem Laufenden zu halten.
Die Livestream Berichterstattung kann hier nochmal angesehen werden. Bei Minute 00:30:20 etwa. https://www.facebook.com/share/v/1DEacv3e1q/
Doch wie konnte es bei einer so wichtigen Wahl überhaupt zu diesem digitalen Blackout kommen? Bernd Nottebaum lieferte noch am Wahlabend die Erklärung für den Server-Kollaps. Demnach sei die Verwaltung keineswegs unvorbereitet in den Abend gegangen: Die IT-Kapazitäten für die Präsentation der OB-Wahl – Server und Co. – seien im Vorfeld extra noch einmal verstärkt und ausgebaut worden.
Dennoch reichte die Technik am Ende nicht aus. Der Grund dafür war der unerwartet gewaltige Ansturm auf die Seite. Mit einer derart hohen Zugriffszahl, angetrieben durch ein massives landes- und sogar bundesweites Interesse an der Schweriner Wahl, hatte man im Rathaus nicht gerechnet.
Das bestätigte Nottebaum im Stream: bei Minute 00:30:20 etwa. https://www.facebook.com/share/v/1DEacv3e1q/
Für die Zukunft gelobt die Verwaltung Besserung. Wie Nottebaum betonte, wolle man aus dem Technik-Fiasko dieses Wahlabends für die nächste Wahl lernen. Dann wird die städtische IT beweisen müssen, dass sie auch einem überregionalen Ansturm standhalten kann.
Fragt sich aber schon der eine oder andere ob das nicht abzusehen war? Gute Werbung für eine digital gut aufgestellte Stadt Schwerin war das nicht.
















