(red) Die Haushaltskassen sind knapp, die Energiekosten hoch. Die unter anderem in Schwerin ansässige Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) zeigt Kommunen nun einen digitalen Ausweg: Am 5. Mai 2026 startet eine kostenfreie Schulungsreihe. Zum Auftakt geht es um intelligente Heizungssteuerung, die ohne teure Umbauten sofortige Einsparungen verspricht.
Hohe Energiepreise und verbindliche Klimaziele stellen Städte und Gemeinden in der Region vor große Herausforderungen – insbesondere beim Betrieb von eigenen Liegenschaften wie Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäuden. Eine unmittelbar umsetzbare Lösung für dieses Problem bieten digitale Steuerungssysteme.
Diese intelligenten Systeme erfassen per Sensorik die tatsächliche Belegung der Räume und regeln die Heizung vollautomatisch nach Bedarf. Der große Vorteil liegt auf der Hand, denn es sind keine aufwändigen Investitionen in die Bausubstanz nötig. Laut Herstellerangaben lassen sich die Heizkosten auf diese Weise um bis zu 30 Prozent senken. Die Kosten für die Anschaffung amortisieren sich oft bereits nach 12 bis 24 Monaten. Zudem ermöglicht eine zentrale Plattform die gleichzeitige Überwachung und Steuerung mehrerer Gebäude.
Schulungsauftakt: Heizenergieverbrauch kurzfristig senken
Um zu zeigen, wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert und kommunale Haushalte entlastet, veranstaltet die LEKA MV am Dienstag, den 5. Mai 2026, von 16:30 bis 17:45 Uhr eine kostenfreie Online-Schulung via Zoom. Sie bildet unter dem Titel „Energiekosten senken durch intelligente Heizungssteuerung in kommunalen Gebäuden“ den Auftakt der mehrteiligen Reihe „Digitale Tools für Kommunen“.
Vermittelt wird dabei praxisorientiertes Wissen, von den organisatorischen Voraussetzungen über die Wirtschaftlichkeit bis hin zu konkreten Erfahrungsberichten aus dem kommunalen Einsatz. Die Zielgruppe reicht von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern über Gemeindevertretungen bis hin zu Mitarbeitenden in den Ämtern. Die Teilnahme ist komplett kostenfrei, eine Anmeldung ist ab sofort online unter http://www.leka-mv.de/termine möglich.
Digitale Helfer gegen Personalmangel und knappe Kassen
Jonathan Metz, Leiter der Kommunalberatung der LEKA MV, verweist auf die aktuelle Lage vieler Verwaltungseinrichtungen im Land. Er betont, dass kleine und mittlere Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern vor einer doppelten Herausforderung stehen, da knappe Haushaltsmittel und ein wachsender Personalmangel den Handlungsspielraum zunehmend einschränken.
Gerade ehrenamtliche Amtsträger müssten Entscheidungen treffen, die sie gegenüber der Bevölkerung transparent begründen können. Hier helfen digitale Werkzeuge, denn sie schaffen Transparenz, fördern den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und stärken so die Akzeptanz kommunaler Maßnahmen. Gleichzeitig automatisieren solche Systeme Routineaufgaben und entlasten damit die Mitarbeitenden in den Ämtern spürbar.
Weitere Module der Schulungsreihe in Planung
Im weiteren Verlauf der Schulungsreihe wird die LEKA MV in aufeinander aufbauenden Modulen zusätzliche praxiserprobte Technologien vorstellen. Dazu gehört unter anderem die digitale Umwelt- und Infrastrukturerfassung, bei der beispielsweise Luftqualität, Bodenfeuchte oder Zisternenfüllstände automatisch per Funknetzwerk erhoben werden. Ein weiteres geplantes Thema sind Geodatenportale, die standardisierte Systeme für Katasterdaten und Flächennutzungspläne bieten, um behördliche Abstimmungen deutlich zu beschleunigen.
Zudem wird die intelligente Datenanalyse durch interaktive Dashboards beleuchtet, mit denen sich kommunale Betriebsabläufe, wie etwa effiziente Routen für die Grünflächenpflege, optimieren lassen. Abgerundet wird das in Planung befindliche Angebot durch Softwaretools für den digitalen Naturschutz, die eine systematische Dokumentation bei Genehmigungsverfahren stark vereinfachen. Zukünftige Termine der Reihe werden fortlaufend auf der Website der LEKA MV veröffentlicht. Vergangene Schulungen können zudem jederzeit in der Mediathek der Agentur unter http://www.leka-mv.de/mediathek nachträglich abgerufen werden.
















