(KOMMENTAR / stm)

Man muss kein Fan der Schweriner SPD sein. Man muss auch nicht jedes Plakat von Mandy Pfeifer mit einem Herzchen markieren. Wer den Ausverkauf Schwerins der letzten Jahre kritisiert, wer die bürokratischen Hürden im Stadthaus satt hat, der hat gute Gründe, mit der amtierenden politischen Garde zu hadern. Doch wer jetzt glaubt, Sebastian Ehlers (CDU) sei die „frische Alternative“, der übersieht, dass hinter dem glänzenden Instagram-Lächeln ein politisches Konzept steht, das Schwerin teuer zu stehen kommen könnte: der Ausverkauf unserer Stadt. Neoliberalismus.

Das „SPD-Problem“ ist bekannt – aber berechenbar

Ja, die SPD-geführte Verwaltung wirkt oft müde. Mandy Pfeifer mag für viele die „SPD-Tante“ sein, die für das „Weiter so“ steht. Aber eines muss man ihr lassen: Sie steht am Ende des Tages für einen sozialen Grundkonsens. Wenn sie an der Kindertafel auftaucht, mag das auch Wahlkampf sein, aber es passt zumindest zu einer Parteilinie, die den Sozialstaat nicht im Kern abwickeln will. Es ist das bekannte Übel – man weiß, was man bekommt, und man weiß vor allem, dass nicht morgen der Stadtpark an den meistbietenden Investor verscherbelt wird.

Ehlers: Der Mann, der den Boden unter unseren Füßen verkauft

Bei Sebastian Ehlers sieht die Sache anders aus. Und hier müssen wir über Fakten reden, nicht über Filter auf Social Media. Der Fall Lankow bleibt der politische Offenbarungseid des CDU-Kandidaten.

Erinnern wir uns: Ehlers und seine Fraktion stimmten im Stadtrat für den Verkauf der Grünfläche am Spielplatz Lankow. Sie wollten öffentliches Eigentum – den „Schatz“ der Bürger – privatisieren. Erst als der Widerstand der Anwohner zu groß wurde und ein Bürgerentscheid drohte, entdeckte Ehlers sein Herz für Spielplätze und startete eine skurrile Spendenkampagne.

Das ist das Muster Ehlers:

  1. Erst für den Verkauf stimmen (Politik für Investoren).
  2. Dann das Problem mit PR und Spendenaufrufen „heilen“ wollen (Politik für das Foto-Album).

Wer öffentlichen Grund und Boden einmal verkauft, bekommt ihn nie wieder zurück. Ehlers steht für eine Politik, die Schweriner Substanz für kurzfristige Haushaltslöcher oder Investoreninteressen opfert. Wer ihn wählt, wählt den Ausverkauf.

Die bittere Pille des OB Kandidaten Ehlerhs am Mittagstisch

Der jüngste Besuch an der Kindertafel setzt dem Ganzen die Krone auf. Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, wenn ein Politiker sich mit bedürftigen Kindern ablichten lässt, während er im Landtag zeitgleich Anträge auf ein kostenloses, landesweites Schulessen blockiert.

Ehlers feiert das Ehrenamt und die Tafel – also genau die Institutionen, die einspringen müssen, weil seine jahrelange landesweite Politik die strukturelle Hilfe verweigert. Er bekämpft nicht die Armut, er nutzt sie als Kulisse. Das ist kein „frischer Wind“, das ist politische Doppelmoral in Reinform.

Substanz schlägt Show

Man muss Mandy Pfeifer nicht lieben. Man kann die SPD im Rathaus kritisieren. Auch wegen deren Waldorf-Pauslhöhe Verhalten.

Aber im direkten Vergleich ist eine Verwaltung, die den Status Quo verwaltet, immer noch sicherer für diese Stadt als ein Oberbürgermeister, der bereit ist, das Tafelsilber (und die Spielplätze) zu verscherbeln, während er in die Kamera lächelt.

In der Stichwahl am Sonntag geht es nicht um Sympathiepunkte. Es geht um die Frage: Behält Schwerin seine Substanz, oder wird die Stadt zum Renditeobjekt für die Klientelpolitik eines Sebastian Ehlers seiner seiner besten Kumpels – der oberen 1000?

Wählen Sie weise. Ein verkauftes Grundstück kommt nicht zurück – egal wie nett der Verkäufer auf Instagram geguckt hat.



Werbung:



Werbung:





Entdecke mehr von schwerin.news

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Auch interessant: