(red/stm)

Wie der NDR in einer Pressemitteilung mitteilt, wird am Donnerstag, 7. Mai 2026, im Rahmen des 35. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin die Dokumentation „Warum wir wurden, wie wir sind“ vorgestellt. Die Kino-Preview beginnt um 18 Uhr im Filmpalast Capitol. Im Anschluss an den Film ist ein Gespräch mit den Filmemachern sowie zwei Protagonisten geplant. Durch den Abend führt NDR-Moderatorin Birgit Müller.

Im Mittelpunkt des Films steht eine große Frage: Was macht Persönlichkeit aus? Die Dokumentation begleitet zwei außergewöhnliche Langzeitstudien, die über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg mehrere Hundert Menschen wissenschaftlich beobachtet haben. Es geht um Lebenswege, Prägungen, Krisen, gesellschaftliche Umbrüche – und darum, wie Menschen zu dem werden, was sie heute sind.

Langzeitstudie begann 1970 in Rostock

Eine der Studien startet bereits 1970 in Rostock. Damals erklärten sich 300 Mütter bereit, das Leben ihrer neugeborenen Kinder über Jahrzehnte hinweg wissenschaftlich begleiten zu lassen. Parallel dazu begann in Mannheim eine ähnliche Untersuchung. Aus diesen beiden Studien entstanden über die Jahre umfangreiche Lebensarchive, die nun auch im Film eine zentrale Rolle spielen.

Die Dokumentation verbindet dabei persönliche Biografien mit deutscher Zeitgeschichte. Sie führt von der deutschen Teilung über die Wende bis in die Gegenwart. Einen besonderen Einschnitt bildet die Corona-Pandemie. Die Covid-19-Krise traf Millionen Menschen gleichzeitig und eröffnete den Forschenden laut NDR ein neues Zeitfenster: Wie wirken sich frühere Erfahrungen, Lebensumstände und Persönlichkeitsmuster in einer solchen Ausnahmesituation aus?

Forschung zwischen Ost, West, Wende und Pandemie

Für das neue Projekt schlossen sich Psychologen und Psychoanalytiker aus Rostock, Mannheim und Kiel zusammen. Unter dem Projektnamen „CovidDrug“ wurden die jahrzehntelang gesammelten Daten erneut ausgewertet und mit aktuellen Untersuchungen verbunden. Der Film begleitet diese Forschung und stellt die Frage, wie stark Herkunft, Kindheit, politische Systeme und Krisenerfahrungen die Entwicklung eines Menschen beeinflussen.

Die Preview im Capitol ist damit nicht nur ein Filmtermin im Festivalprogramm, sondern auch ein Blick auf ein ungewöhnliches Forschungsprojekt: 50 Jahre Lebensgeschichten, zwei deutsche Regionen, ein gemeinsames Thema – und die Frage, warum wir wurden, wie wir sind.

Tickets für die Veranstaltung sind nach Angaben des NDR über filmkunstfest.de im Vorverkauf erhältlich.


Was sagen Sie dazu?

  1. Avatar von Unbekannt
  2. Avatar von Unbekannt
  3. Avatar von Unbekannt


Werbung:



Werbung:





Entdecke mehr von schwerin.news

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Auch interessant: