Kommentar Karsten Jagau: „Wer Böller verbieten will, darf bei Autos nicht schweigen.“

(Kommentar: KaJa / Satire)

Jedes Sylvester haben wir dieselben Diskussionen. Wie schädlich die Böllerei ist, die als jahrhundertealte Kultur weltweit ausgelebt wird.

Unsachgemäßer Umgang von Pyrotechnik hat wie jedes Jahr seine Opfer gefordert. Tote in niedrigen zweistelligen Bereich, mehrere Schwerverletzte und Verletzte. Bei einem verantwortungsvollem Umgang unnötig. Wegen Ausschreitungen, wie wir sie oft am 1. Mai oder sehr oft nach Fußballspielen haben, gibt es aktuell auch viel Aufregung. Wir haben allerdings eine Gesetzgebung, die für solche Ausschreitungen vorgesehen ist, wo es also keinen zusätzlichen Handlungsbedarf gibt, sondern nur konsequentes Vorgehen und Vertrauen auf den Job von Polizei und Justiz.

Campact hat eine Grafik veröffentlich, in der die Konsequenzen des Einsatzes von Pyrotechnik auf Umwelt, Mensch, Natur verdeutlicht werden soll. Hier die Grafik:

Wer Pyrotechnik verbieten will, darf beim PKW nicht schweigen.

Unser Autor Karsten Jagau hat die Angaben auf einem Bildchen von campact mal mit einer anderen Alltagssituation verglichen. Und ein ähnliches Bildchen gebastelt.

Alltag auf deutschen Straßen ist der Verkehr – vornehmlich mit privaten Fahrzeugen.

Jedes Jahr sterben 2562 Menschen im Straßenverkehr und es gibt 323.129 Schwerverletzte und Verletzte. Kein Vergleich mit den Opfern der Böllerei. Die Belastung der Luft über Feinstaub, Abgase und Giftstoffe sowie CO2, die das Klima massiv schädigen; deutlich mehr als durch Böllerei.

Durch den Straßenverkehr sterben im Jahr 226.495 Tiere bei Wildunfällen. Extrem viel mehr als durch die Böllerei.

Zur Umwelt ist die Bilanz ebenso, das die vielen tausende Tonnen Müll durch den autobasierten Verkehr die Böllerei als Kindergarten erscheinen lassen.

Warum wird die Böllerei derart durch die Medien getragen, wenn wir an anderer Stelle größere Probleme haben?

Die hier benannten Probleme mit dem Autoverkehr werden von den Schäden an Mensch, Tier, Luft und Umwelt durch die massive Aufrüstung allerdings weit in den Schatten gestellt.

Aber die Aufregung gilt nur der Böllerei. Und da haben wir in jeder Kommune die Möglichkeit Zonen, die böllerfrei sind, einzurichten. Trotzdem Böllerverbot? Wer das fordert, sollte auch ein Verbot des privaten Autoverkehrs fordern, da der in allen 4 benannten Bereichen weit höheren Schaden anrichtet.

Satire (?) Ende.


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2 Antworten zu „Kommentar Karsten Jagau: „Wer Böller verbieten will, darf bei Autos nicht schweigen.““

  1. Avatar von Zacharias Lehmann
    Zacharias Lehmann

    Ich finde Böllern und Auto fahren gleichermaßen problematisch. Nur hinkt der Vergleich gewaltig: während Böllern komplett sinnlos ist und keinerlei Mehrwert hat, sollten wir nicht vergessen, dass man das Auto auch manchmal noch braucht, um beispielsweise zur Arbeit zu fahren oder andere Dinge zu organisieren, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten bzw. sein Leben zu organisieren.

  2. Avatar von Jan-Peter Rühmann

    Das ist ein No Brainer!
    Leider hinkt der nicht nur sondern hat gar keine extremitäten.
    Im Gegensatz zu Feuerwerk die nur für Esotheriker einen sinnvollen Zweck hat der schonseit Jahrtausenden als Aberglauben wiederlegt ist.
    Hat das Auto einen klaren und objektiven Zweck (Transport von einem Ort zum Anderen).
    Ob das Auto die Antwort ist, zumal bei den aktuellen Eigentumsverhältnissen. Kann und sollte in Frage gestellt werden.

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