(stm)
Am Samstag, den 8. April 2023 fand in Schwerin der traditionelle Ostermarsch statt. Die Veranstaltung wurde vom Schweriner Friedensbündnis organisiert und stand unter dem Motto „Den 3. Weltkrieg verhindern!“. Der Auftakt fand um 10 Uhr am Grunthalplatz statt. In der Spitze nahmen etwas mehr als 500 Menschen aus verschiedenen politischen Strömungen teil.
Im Vorfeld hatte sich der DGB von dem Ostermarsch distanziert. Der DGB begründete seine Distanzierung mit inhaltlichen Differenzen. Russland werde nicht ausreichend als Aggressor benannt.
Heinz Schmidt, der Anmelder des Ostermarsches in Schwerin äußerte sich kritisch zur Distanzierung des DGB. Er fragt sich, warum führende Gewerkschafter nicht bemerken, wie Geld für Rüstung und Bewaffnung der Ukraine ausgegeben wird, während soziale Probleme vernachlässigt werden. Der Veranstalter, selbst Gewerkschaftsmitglied, meldete sich im Vorfeld auch zur Kritik des DGB zu Wort. Die Kündigung der Zusammenarbeit mit dem DGB sei aus seiner Sicht kein wirklicher Verlust für das Friedensbündnis.
Auf dem Ostermarsch selbst wurde Russland hingegen mehrfach als Aggressor benannt, aber auch andere Staaten, die sich aktuell im Krieg befinden, wie Jemen wurden thematisiert. Krieg werde als nicht die Lösung für internationale Konflikte angesehen und es wurde betont, dass immer eine Tür für Verhandlungen offen bleiben muss.
Die Veranstalter forderten Waffenstillstand, Stopp der Waffenlieferungen und Diplomatie statt einer unkontrollierbaren Fortführung des Krieges in der Ukraine, der in einem Stellungskrieg aktuell nur Menschenleben koste. Russland sei gefordert den Krieg zu beenden. Am Ende seien es es aber Verhandlungen, die einen Frieden bringen werden.
Auch Waffenlieferungen und auch die Aufrüstungspolitik der NATO wurden kritisiert.
Auf der Abschlusskundgebung am Südufer Pfaffenteich kamen verschiedene Redner und Rednerinnen zu Wort, die ihre persönlich Sicht auf die Internationale Kriegs-, und Friedenspolitik mitteilten. Nachdem weiße Tauben fliegen gelassen wurden, gab es dann zum Abschluss noch Livemusik von dem Liedermacher Tino Eisbrenner. Am Ende verlief die Veranstaltung nach Aussage der Polizei störungsfrei und die Anmelder zeigten sich zufrieden mit Teilnehmerzahl und Verlauf.
Ostermärsche sind eine Tradition der Friedensbewegung, die seit den 1960er Jahren besteht. Sie finden jedes Jahr zu Ostern statt und dienen dazu, für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren2. Das Netzwerk Friedenskooperative setzt sich seit 1989 für eine friedlichere und gerechtere Welt ein und unterstützt die Ostermärsche.
Auf der Internetseite Schweriner Friedensbündnis können sich Interessierte über zukünftige Projekte des Bündnis informieren.


















