(stm)
Barrieren in Schwerin: Klarschiff-Spaziergang rund um den Pfaffenteich mit sachkundiger Unterstützung
„Herzlich willkommen auf Klarschiff.SN – eine Plattform für Ihre Anliegen rund um die Stadtentwicklung in Schwerin“, so heißt es als Begrüßung auf der Internetseite www.klarschiff-sn.de
Am 23. August fand eine Klarschiff-Tour rund um den Pfaffenteich statt, die von der ASK Schwerin organisiert wurde. Die Teilnehmenden konnten auf der Plattform http://www.klarschiff-sn.de verschiedene Mängel und Probleme in der Stadt melden. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung.
Die Gruppe wurde von Angelika Stoof vom Beirat für Menschen mit Behinderung begleitet, die auf viele Hindernisse und Gefahren im Stadtbild hinwies. Zum Beispiel fehlten visuelle Elemente an Treppen, Bordsteine waren nicht abgesenkt, Rad- und Fußwege waren nicht gekennzeichnet, Schlaglöcher und herabfallende Mauersteine stellten Stolperfallen dar, und Sitzbänke waren rar gesät. Auch wurde angeregt, den Gedenkstein für Marianne Grunthal am Bahnhof barrierefrei zugänglich zu machen.
Insgesamt wurden 16 Meldungen aufgenommen und an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Diese müssen nun von mindestens drei Befürwortern unterstützt werden, damit sie bearbeitet werden können. Die Links zu den einzelnen Meldungen finden Sie am Ende dieses Artikels.
Die ASK Schwerin führt seit zwei Jahren regelmäßig Klarschiff-Touren in verschiedenen Stadtteilen durch, um die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, sich aktiv an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Bisher wurden etwa 20 Prozent der gemeldeten Anliegen positiv erledigt. Die nächste Klarschiff-Tour ist für September geplant.
Wenn Sie mehr über die Klarschiff-Touren erfahren oder sich selbst daran beteiligen wollen, können Sie die ASK Schwerin unter ask-schwerin@mail.de kontaktieren.
Die Meldungen die supportet werden können, sind hier einsehbar:
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Bei den Spaziergängen liegt der Fokus immer darauf, was die teilnehmenden sehen und bemerken. Dieses mal, dank der Unterstützung von Frau Stoof, lag der Fokus stark auf Barrierefreiheit.
Was wurde gemeldet?
Die Teilnehmenden der Klarschiff-Tour machten auf verschiedene Barrieren und Mängel in der Stadt aufmerksam. Besonders problematisch war die Treppe am Pfaffenteich, die für Menschen mit Sehbehinderung nicht erkennbar war. Auch vor dem Gebäude der KISS, wo sich Selbsthilfegruppen treffen, gab es hohe Bordsteine, die eine Absenkung erforderten. Zudem fehlten Markierungen und Kennzeichnungen für Rad- und Fußverkehr rund um den Pfaffenteich, was zu Unordnung und Unsicherheit führte. Weitere Anliegen waren Schlaglöcher, herabfallende Mauersteine, der Wunsch nach Sitzbänken in einer Baulücke und die barrierefreie Zugänglichkeit des Gedenksteins für Marianne Grunthal am Bahnhof.
Weitere Klarschiff-Touren geplant
Die ASK Schwerin organisiert seit zwei Jahren regelmäßig Klarschiff-Touren in verschiedenen Stadtteilen, um die Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Teilnahme an der Stadtgestaltung zu ermutigen. Bisher wurden etwa 20 Prozent der gemeldeten Anliegen positiv bearbeitet. “Das mag nicht viel sein, aber es ist deutlich besser als nichts”, sagt Karsten, ein Teilnehmer, der bisher alle acht Touren mitgemacht hat. Er wünscht sich, dass mehr Menschen in der Stadt solche Spaziergänge durchführen und Nachahmer finden. Die nächste Klarschiff-Tour ist für die dritte Septemberwoche geplant.
Wann die nächste Klarschiff Tour genau startet, können die Veranstalter noch nicht sagen. Wahrscheinlich „in der dritten Septemberwoche“ heißt es. Bis dahin, werden, wer weiß andere Gruppen und Personen ja die Stadt mit „Mängeln“ und „Ideen“ auf Probleme und Problemchen hinweisen.
Laut der ASK Schwerin wurden bei allen Melde Spaziergängen bisher etwa 4 von 5 Meldungen kaum, stark verzögert, oder gar nicht bearbeitet. auch wenn es wenig ist, sind es aber noch immer 20 % mit positivem Ausgang. Wenn sich die Plattform http://www.klarschiff-sn.de noch stärker etabliert, könnte auch die Stadtverwaltung mehr Anreize haben, auf die Meldungen einzugehen.
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Eine Antwort zu „Trittbrettfahrer gesucht. Klarschiff Tour stand im Zeichen der Barrierefreiheit.“
Zunächst einmal eine Superaktion vom ASK !! Das traurige an der Sache ist, dass die Stadt, wenn dann nur sehr schleppend auf die Meldungen reagiert. Allerdings werden die Meldungen an den Adressaten immer weitergeleitet. Dies ist zumeist die SAS. Genau dort klemmt die Säge. Wenn man diese Truppe mit ihrer „herausragenden“ Geschäftsführerin nicht mehrmals mit der „Nase“ auf genau das Problem stubst, passiert rein gar nichts. So die Erfahrung. Es ist festzustellen, dass die Mitarbeiter der SAS in Scharen durch die Gegend fahren aber selbstständig keine Schäden, Dreckecken usw. erkennen und beseitigen. Sie reagieren, wenn überhaupt, nur. Prozesskontrolle Fehlanzeige. Eigentlich könnte die Stadtverwaltung froh sein, dass die immer weniger werden Bürger, welche es überhaupt noch interessiert wie es in der Stadt aussieht, auf Mißstände aufmerksam machen. Vieleicht ist das die Strategie: Wenig machen und die Sache wird sich schon totlaufen und wir haben weniger Arbeit.
Den Mandatsträgern ins Stammbuch geschrieben:
Solange Mandatsträger der Bürgerbeteiligung und “ Klar Schiff“ ist eine davon, eher skeptisch gegenüber stehen wird wenig getan. Das mag daran liegen, dass Kommunalpolitiker bei dem Begriff Bürgerbeteiligung schnell an Bürgerbegehren und Bürgerentscheid denken. Beteiligungsformen also, die die – sowieso schon beschränkten – Einflussmöglichkeiten kommunaler Mandatsträger massiv beeinträchtigen können. Bürgerbeteiligung fängt bei der aktiven, frühzeitigen und verständlichen Information der Bürger an. Sie führt über vielfältige und inklusive Möglichkeiten für die Bürger, Anregungen und Hinweise abzugeben. Sie findet ihren Höhepunkt darin, dass sie Bürgern Räume eröffnet, in denen sie an der Ausgestaltung eines Projekts wie eben die Stadt lebenswerter machen mitwirken können.