(stm)

Wie viele Tiere hat der Zoo, Wem gehören eigentlich Schwerins Abwasserleitungen? Wie viele Mitarbeiter hat die Kitag GmbH, und wo sehen die städtischen Unternehmen Risiken und Chancen? Und gab es Auffälligkeiten oder Unregelmäßigkeiten? Das alles und noch viel mehr steht in dem „Beteiligungsbericht“ der Stadt Schwerin, der aktuell in den Gremien beraten wird. Eine Fundgrube für Schwerinerinnen und Schweriner die hmehr wissen wollen als die Unternehmen sonst im Alltag von sich Preis geben.

Am Dienstag wird im Hauptausschuss der sogenannte „Beteiligungsbericht“ vorgelegt und besprochen. Der Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Schwerin gibt einen Einblick in das, was städtische Unternehmen und Eigenbetriebe im Jahr 2023 geleistet, oder eben nicht geleistet haben. Die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation zeigt, wie Schwerins städtische Eigenbetriebe seine Mittel einsetzt, welche Projekte verfolgt wurden und wo Probleme bzw Herausforderungen bestehen. Er richtet sich nicht nur an die Politik und Verwaltung, sondern auch an interessierte Schwerinerinnen und Schweriner, die verstehen möchten, was in ihrer Stadt und den Unternehmen an denen die Stadt beteiligt ist, passiert.

Zahlreiche städtische Unternehmen geben Informationen heraus

In dem Bericht werden alle städtischen Unternehmen aufgeführt. Darunter unter anderem: Stadtwerke Schwerin, Nahverkehr Schwerin GmbH, Zoologischer Garten Schwerin, Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS), Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS), Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin mbH & Co. KG (WAG), Gesellschaft für erneuerbare Energien Schwerin mbH (GES), Kita GmbH und weitere.

Was steht drin?

Der Bericht ist eng mit dem Public Corporate Governance Kodex (Transparenz und Handlungsrichtlinien für die städtischen Unternehmen) der Stadt verbunden, der Transparenz und Verantwortlichkeit sichern soll. Trotzdem bleibt die Frage, ob wirklich alles zur Sprache kommt. Wo es Erfolge gibt, werden diese ausführlich dargestellt – doch Schwierigkeiten, etwa bei defizitären Unternehmen oder fehlenden Strategien, treten oft in den Hintergrund.

Ein brisantes Thema sind die Geschäfte der WGS. Der Bericht zeigt hier einige Details zur Vergabe von Wohnungen und zur finanziellen Situation. Diese Informationen sind besonders interessant, da sie Bereiche betreffen, über die die Politik oft nicht gern spricht. Wer sich mit dem Bericht beschäftigt, kann hier wertvolle Einblicke gewinnen. Auch und gerade mit Blick auf den Schaden von knapp einer Millionen Euro, den der seinerzeitige WGS Geschäftsführer Köchig anrichtete – lohnt es sich den Teil des Berichtes zu lesen der sich um die WGS dreht.

Der Bericht ist kein einfacher Lesestoff, bietet aber viele Informationen, die für alle relevant sind. Er zeigt, wie öffentliche Mittel verwendet werden, welche Projekte erfolgreich waren und wo es noch hakt. Themen wie Klimaschutz, Infrastruktur und öffentlicher Nahverkehr gehen schließlich jede und jeden an. Gleichzeitig regt der Bericht dazu an, kritisch nachzufragen und die Politik in die Verantwortung zu nehmen.

Er ist ein Werkzeug für alle, die sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen wollen. http://www.schwerin.news hat den Beteiligungsbericht bereits in großten Teilen überflogen und Stoff für eine Menge weiterer Artikel gefunden. Doch dazu in späteren Artikeln mehr.

Hier kann der Berich heruntergeladen und eingesehen werden. Empfehlung: Laden Sie sich das Dokument herunter und lesen Sie es in einer ruhigen Minute.


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