FDP`ler wütend: Liberale Jugendliche nicht im Kinder- und Jugendrat willkommen

(fab) Paul Bressel von der FDP moniert, dass die beiden Mitglieder der FDP Jugendorganisation nicht im Kinder und Jugendrat der Stadt willkommen sind. Seinen Angaben zufolge sei der KiJuRa ein „Selbstrekrutierungsgremium“, das willkürlich entscheide, wer mitmachen dürfe – und wer nicht. Die Satzung des Rats sehe keine Wahlen vor, sondern ein Aufnahmeverfahren, das sich offenbar an persönlichen Sympathien orientiere. Besonders pikant: Die zwei FDP-nahen Jugendlichen hätten laut Bressel bereits vor einem halben Jahr ihr Interesse bekundet, seien aber aufgrund eines „geschädigten Vertrauensverhältnisses“ wegen ihrer zeitgleichen Parteizugehörigkeit zur FDP nicht aufgenommen worden.

Der FDP-Politiker wittert einen Verstoß gegen demokratische Grundsätze und Chancengleichheit. Schließlich sei der KiJuRa als offizielles Gremium in der Hauptsatzung der Stadt verankert und müsse sich an transparente Regeln halten. Bressel fragt daher unter anderem nach dem Budget des Jugendrats in den vergangenen Jahren, möglichen Reformen für ein demokratisches Aufnahmeverfahren und nach der konkreten Umsetzung der Mitspracherechte des KiJuRa in der Stadtpolitik.

Die Stadtverwaltung reagierte auf die Anfrage mit einer ausführlichen Stellungnahme. Überraschenderweise stellte sich heraus: Bis 2023 hat der KiJuRa überhaupt kein städtisches Budget genutzt. Erst seit 2024 erhält er 5.000 Euro jährlich, verwaltet durch die Sozial-Diakonische Arbeit Evangelische Jugend gGmbH (SODA eJ). Eine Wahl der Mitglieder sei aus Sicht der Stadtvertretung bislang nicht nötig gewesen – da es ohnehin kaum Interessenten gebe.

Kommentar: FDP will Dr. K. verkaufen

Man mag von einem Zufall ausgehen oder eben nicht. Es ist aber schon bemerkenswert dass die FDP, gemeinsam mit den UB das Dr.K. den Sitz des Kinder und Jugendrates verkaufen möchte. Ob die FDP diesen Verkauf des Jugendhauses am Platz der Freiheit auch vorantreiben würde, wenn deren junge Liberale mit in dem Haus im KiJuRa sitzen würden?

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Hier kann die Anfrage nebst Antwort des Oberbürgermeister eingesehen und heruntergeladen werden:


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3 Antworten zu „FDP`ler wütend: Liberale Jugendliche nicht im Kinder- und Jugendrat willkommen“

  1. Avatar von
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    Der Kinder- und Jugendrat ist bei einer NGO verankert welche mit Steuermitteln finanziert wird. Die letzte Bilanz ist von 2020 „Unsere Angebote stehen allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder Religion. Denn wir wollen gemeinsam mit jungen Menschen dazu beitragen, dass Mecklenburg-Vorpommern weiterhin eine weltoffenes, tolerantes, liebens- und lebenswertes Bundesland bleibt.“ Da steht natürlich nichts von in demokratischen Parteien tätige Jugendliche wie von der FDP. Man bleibt da lieber unter sich, unter dem Deckmantel der Kirche.

  2. Avatar von
    Anonymous

    Ich bin beim Lesen nur bis „Paul Bressel“ gekommen, dann bin ich bereits wieder ausgestiegen. 🤷🏼‍♂️ In der Vergangenheit habe ich ihm genug Chancen für seine Meinungen gegeben. Hopfen und Malz verloren. Es laufen Wetten, wann er das FDP-Parteibuch abgibt. 😉😁

  3. Avatar von
    Anonymous

    „Eine Wahl der Mitglieder sei aus Sicht der Stadtvertretung bislang nicht nötig gewesen – da es ohnehin kaum Interessenten gebe.“
    Kinder- und Jugendrat: „Wir treffen uns jeden zweiten Samstag im Monat um 13:00 Uhr im Dr. K in der Dr.-Külz-Str. 3. Unsere Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich.“
    Und dann auch noch unter dem organisatorischen Dach Stadtjugendring in der Vergangenheit tätig. Und die Ideen zu einem Verkauf kommen nicht einem Untergang nah. Treffen jeden 2. Samstag im Monat. Sehr übersichtlich bei kaum Interessenten für die MitARBEIT.

    Wofür dann auch noch 5.000,00 Euro städtisches Budget?

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