(stm)
Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Schwerin hat sich gegen einen Verkauf des Jugendhauses Dr. K. ausgesprochen. Ein entsprechender Antrag der Fraktion Unabhängige Bürger/FDP, das Gebäude zu veräußern und alternative Räumlichkeiten für die derzeitigen Nutzer bereitzustellen, wurde nun von der Verwaltung kritisch bewertet.
Ein zentrales Argument gegen den Verkauf sind mögliche Rückforderungen bereits erhaltener Städtebaufördermittel. Die Stadtverwaltung gibt an, dass für die Modernisierung des ersten Bauabschnitts des Dr. K. Fördergelder sowie ein städtischer Eigenanteil in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro eingesetzt wurden. Da der ursprüngliche Zuwendungsbescheid keine eindeutige Regelung zur Zweckbindung enthält, müsste geprüft werden, ob eine Rückzahlung der Fördergelder fällig wäre – eine finanzielle Belastung, die die Stadt vermeiden möchte.
Zusätzlich wurden Zweifel an der Eignung möglicher Ausweichstandorte für die Jugendarbeit geäußert. Insbesondere das vorgeschlagene Gebäude in der Franz-Mehring-Straße 11 wird von der Verwaltung als ungeeignet betrachtet. Es mangelt an barrierefreien Zugängen, Rettungswegen und ausreichenden Räumlichkeiten für die Jugendarbeit. Zudem würden notwendige Umbaumaßnahmen erhebliche Investitionen im Millionenbereich erfordern und sich über mindestens fünf Jahre hinziehen.
Neben den praktischen und finanziellen Herausforderungen sieht die Stadtverwaltung auch kulturelle Nachteile bei einer Verlagerung der Jugendarbeit. Das Gebäude an der Franz-Mehring-Straße wird derzeit vom modernen Galeriebetrieb „Dezernat 5“ genutzt und soll langfristig zu einem Kulturquartier ausgebaut werden. Eine Verdrängung dieser kulturellen Nutzung würde einen spürbaren Einschnitt für die lokale Kunst- und Kulturszene bedeuten.
Aufgrund dieser Argumente spricht sich die Verwaltung gegen den Verkauf des Dr. K. aus.
Hier kann die Stellungnahme der Verwaltung eingesehen und heruntergeladen werden:
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