Mahnwache gegen Verschiebung des Klimaziels auf 2045 vor dem Stadthaus geplant

(stm)

Am Dienstag, den 14. Oktober, findet von 17:30 bis 18:00 Uhr eine Mahnwache vor dem Stadthaus Schwerin statt. Anlass ist ein Antrag der CDU-Fraktion in der Stadtvertretung, das bisher geltende Ziel der Klimaneutralität bis 2035 auf das Jahr 2045 zu verschieben.

Mit dieser geplanten Änderung würde die Stadt Schwerin von ihrem selbst erklärten Ziel abrücken, das sie im Rahmen des 2020 ausgerufenen Klimanotstands beschlossen hatte. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Mahnwache wollen mit ihrer Aktion auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes hinweisen und die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter dazu aufrufen, an den bisherigen Zielen festzuhalten.

Unterstützt wird die Mahnwache von der BUND-Kreisgruppe Schwerin, der BUNDjugend Schwerin sowie dem Radentscheid Schwerin.

„Eine Verschiebung des Klimaziels um ganze zehn Jahre wäre ein fatales Signal – gerade in Zeiten, in denen die Folgen der Klimakrise immer deutlicher spürbar werden“, so eine Sprecherin der beteiligten Organisationen.

Die Veranstalter rufen Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Mahnwache zu beteiligen und eigene Plakate mitzubringen, um gemeinsam ein Zeichen für konsequenten Klimaschutz in Schwerin zu setzen.


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2 Antworten zu „Mahnwache gegen Verschiebung des Klimaziels auf 2045 vor dem Stadthaus geplant“

  1. Avatar von
    Anonymous

    Die heilige „Klimakuh“ sollte geschlachtet werden ! Die immer gleichen Märchen die nur dem Maximalprofit dienen machen es auch nicht besser.

  2. Avatar von
    Anonymous

    So verständlich das Bedürfnis nach konsequentem Klimaschutz ist – die Aufregung wirkt in diesem Fall emotional, aber nicht hilfreich.

    Denn was die CDU-Fraktion vorschlägt, ist keine Kapitulation vor dem Klimawandel, sondern der Versuch, ambitionierte Ziele mit der Realität vor Ort in Einklang zu bringen. Die laufende Wärmeplanung zeigt deutlich, dass eine vollständige Dekarbonisierung bis 2035 weder technisch noch finanziell realisierbar ist. Die Stadtwerke haben gerade erst 70 Millionen Euro in modernisierte Kraftwerke investiert, die sich über Jahre amortisieren müssen. Die Vorstellung, all das innerhalb eines Jahrzehnts erneut umzubauen, ignoriert schlicht die ökonomischen Grundlagen.

    Insofern ist die CDU-Initiative nicht klimapolitische Abkehr, sondern ein notwendiger Realitätscheck. Sie orientiert sich am nationalen Klimaziel 2045 – einem Ziel, das ambitioniert bleibt, aber erreichbar scheint. Wer das als „Rückschritt“ brandmarkt, ignoriert, dass Klimapolitik nicht an Symbolen, sondern an Umsetzung gemessen werden muss.

    Noch absurder wird es allerdings, wenn die AfD den gesamten Klimanotstandsbeschluss von 2020 pauschal aufheben will. Mit der Behauptung, ein solcher Beschluss sei durch Bundesvorgaben „überflüssig“, verkennt sie grundlegend, wie Klimaschutz funktioniert: Die Ziele des Bundes geben den Rahmen vor – aber die Umsetzung findet in den Kommunen statt. Bauleitplanung, Wärmenetze, Verkehrskonzepte, Gebäudesanierung – all das wird vor Ort entschieden. Ohne kommunale Klimaziele fehlt dafür jede politische Orientierung. Der Antrag der AfD ist deshalb kein Beitrag zur Lösung, sondern ein populistischer Versuch, das Thema vollständig aus der Verantwortung der Stadt zu schieben.

    Richtig ist: Schwerin kann nicht alles auf einmal leisten. Aber statt sich auf Mahnwachen und Maximalforderungen zu beschränken, sollten Bürgerinnen und Bürger sowie die Initiativen den Dialog suchen – und sich fragen, wie der Weg zu echter Klimaneutralität praktikabel gestaltet werden kann. Denn eines ist sicher: Klimaschutz gelingt nicht durch Symbolik allein, sondern nur durch konkrete, tragfähige Schritte – auch wenn sie länger dauern als erhofft.

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