(stm)
Die Landeshauptstadt Schwerin plant im kommenden Sommer eine umfassende Instandsetzung des Paulsdamm. Wie aus der Antwort von Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier auf eine Anfrage der Fraktion der Grünen hervorgeht, soll die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Schwerin und dem Umland vom 13. Juli bis 22. August 2026 voll gesperrt werden.
Die Grünen hatten kritisch nachgefragt, weshalb die Bauarbeiten ausgerechnet in die touristische Hauptsaison fallen. Der Oberbürgermeister begründet den Zeitpunkt mit dem Schülerverkehr: Während der Schulzeit könne die Maßnahme nicht umgesetzt werden, da viele Schulbusse aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim die Strecke täglich nutzen. „Die Dauer der Vollsperrung von sechs Wochen bedingt die Nutzung der Sommerferien als schulfreie Zeit“, heißt es in der Antwort.
Der Hintergrund: Aufgrund des schlechten Baugrunds im Bereich des Radweges müssen die Arbeiten mit schwerem Gerät von der Fahrbahnseite der B 104 aus erfolgen. Damit Radfahrende während der Bauzeit weiterhin sicher unterwegs sein können, soll die Rampe in Richtung Schwerin für sie freigehalten werden. Eine Umleitung über Raben Steinfeld sei laut Verwaltung „nicht zumutbar“.
Die Bauarbeiten erfordern daher die vollständige Sperrung der Bundesstraße 104 für den motorisierten Verkehr. Vorbereitende und abschließende Arbeiten sollen jeweils rund zwei Wochen vor und nach der Vollsperrung unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung erfolgen.
Neben dem Schülerverkehr sei auch der Pendelverkehr in den Sommerferien weniger stark betroffen, da viele Berufstätige in dieser Zeit Urlaub nehmen.
Damit ist klar: Die geplante Vollsperrung soll vor allem den Verkehrsteilnehmenden aus dem Schul- und Pendlerbereich möglichst geringe Belastungen zumuten – auch wenn sie für den Tourismus in der Hauptsaison Einschränkungen mit sich bringen wird.


















