(ab/stm/red)
Die Sanierung der Gehwege in der Edgar-Bennert-Straße sorgt derzeit für Unmut unter den Anwohnerinnen und Anwohnern. Seit Juli 2025 werden dort in mehreren Abschnitten die Gehwege vollständig erneuert. Während viele Anwohner die Modernisierung grundsätzlich begrüßen, ärgern sich zahlreiche Autofahrer über die eingeschränkte Parksituation – und über Bußgelder, die das Ordnungsamt verhängt.
65 Stellplätze zeitweise gesperrt
Durch die Bauarbeiten fallen im Bereich der Edgar-Bennert-Straße rund 65 Stellplätze vorübergehend weg. In einem Stadtteil, in dem Parkplätze ohnehin knapp sind, führt das zu erheblichen Problemen. Viele Anwohner berichten, dass sie mitunter lange nach einer Abstellmöglichkeit suchen müssen oder gezwungen sind, ihre Fahrzeuge weit entfernt von der Wohnung zu parken.
Einige greifen daher zu inoffiziellen Lösungen – etwa dem Parken am Rand von Grünstreifen. Das bleibt jedoch nicht ohne Folgen: Das Ordnungsamt ahndet diese Verstöße regelmäßig mit Bußgeldern von bis zu 88 Euro. Auch wenn keine Rettungswege blockiert werden, zeigt sich die Behörde bislang unnachgiebig.

Stadt: „Sperrungen sind unvermeidlich“
Auf Anfrage von Schwerin.News teilte die Landeshauptstadt mit, dass der Eigenbetrieb SDS für die Maßnahme verantwortlich sei. Demnach werden die Arbeiten in vier Bauabschnitten durchgeführt, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
„Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden im Vorfeld umfassend über das Baugeschehen informiert“, heißt es von der Verwaltung. Vorübergehende Sperrungen von Parkflächen seien „unausweichlich und für den zeitnahen Abschluss der Arbeiten notwendig“.
Das Ausweichen auf Grünflächen sei jedoch „keine legitime Alternative und wird grundsätzlich nicht gebilligt“. Eine Pflicht, Ausweichparkflächen bereitzustellen, bestehe nicht. Bei länger andauernden Maßnahmen bemühe man sich zwar um Ersatzflächen, „eine Garantie gibt es dafür aber nicht, da wir oftmals auf die Zustimmung anderer Grundstückseigentümer angewiesen sind“, heißt es aus dem Stadthaus.

Zweiter Bauabschnitt kurz vor Abschluss
Nach Angaben der Stadt sollen die aktuell gesperrten Parkflächen im zweiten Bauabschnitt noch in dieser Woche wieder freigegeben werden. Lediglich fünf Behindertenparkplätze bleiben bis zum Abschluss der Markierungsarbeiten gesperrt. Im folgenden Abschnitt seien keine weiteren Einschränkungen geplant.

Anwohnerinnen und Anwohner fordern mehr Rücksicht
Viele Anwohnerinnen und Anwohner zeigen wenig Verständnis für das Vorgehen. „Es kann nicht sein, dass man als Anwohner Strafzettel bekommt, nur weil die Stadt selbst Stellplätze blockiert und keine Alternativen anbietet“, klagt ein Betroffener. Auch die Stimmung im Viertel sei angespannt – Streit um Parkplätze komme inzwischen häufiger vor. Es wirke beinahe so als würde die Stadt bei Gelegenheite wie diesen „zugreifen“ um durch erzwungenes Falschparken Bußgelder zu provozieren.
Während die Stadt auf Verständnis für die laufenden Arbeiten hofft, wünschen sich viele Lankower künftig eine frühzeitigere und bürgernähere Planung. Denn der Frust über fehlende Parkmöglichkeiten scheint derzeit größer zu sein als die Freude über neue Gehwege.











3 Antworten zu „Lankow – Parkmöglichkeiten eingeschränkt – Frustration bei Anwohnern“
In Lankow kann jeder kostenfrei parken und zahlt dafür keinen Pfennig. Jetzt werden die Wege mal gemacht und schon wird gemeckert. Was nehmen diese Personen sich eigentlich raus, dann einfach auf der Wiese zu parken und dann auch noch zu meckern wenn sie dafür ne Knolle bekommen? Kann solch ein egoistisches Verhalten nicht verstehen. Ich ich ich und natürlich kostenfrei. Mitnahmementalität vom feinsten.
Dazumal –> warum nur der Fokus auf Lankow?
Im Hinblick auf die aktuelle Situation der gesamten Baustellen und Baukoordination: wer hat eigentlich die Abfolge der Baustellen koordiniert? Waren da 2 Praktikanten in der Planung und in der bewilligenden Behörde als „Weisungsbefugte“ tätig? Wird bei der Planung, Koordination und Bewilligung nicht berücksichtigt, welche (verkehrstechnischen) Einschränkungen sich ergeben?
Siehe auch z. B. Bauprojekt in der Franz-Mehring-Straße/ Zum Bahnhof/ Severinstraße hinsichtlich der Bau-, Verkehrs- und Parksituation. Bzw. die chaotische Planung der aktuell vorliegenden Baustellen in Schwerin.
By-the-way: danke für das großzügige der Stadt Schwerin, dass für die Anwohner (welche in der FM-Straße private Parkplätze auf eigenen Grundstücken haben) keine offiziellen (kostenlosen) Ausweichparkplätze angeboten werden – diese aber großzügigerweise einen „vergünstigten“ Anwohnerparkschein erhalten.
Was ist eigentlich mit Anwohnern, die in diesen Baustellenbereichen wohnen und ein E-Auto haben, welches „betankt“ werden muss? Auch hier scheint die Stadt wohl fernab der Realität zu agieren … leider …
Wenn so etwas schon zu Frust und Streit führt – wie reagieren diese Menschen auf echte Probleme? Ein bisschen Bemühen um Gelassenheit ….