(red/stm)
Am Freitagabend hat die AfD zu einem Bürgerdialog ins Schweriner Rathaus (Demmlersaal) eingeladen.
Vor dem Rathaus versammelten sich nach Eindrücken vor Ort in der Spitze bis zu rund 100 Menschen zu einer Protestaktion. Ziel der Teilnehmenden: die AfD und insbesondere Petra Federau, die von ihrer Partei als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Schwerin aufgestellt wurde, öffentlich zu konfrontieren.
Nach Einschätzung eines Teilnehmers sei Federau „keine Demokratin“. Begründet wurde das vor Ort damit, dass sie zwar formell von einer Partei als Kandidatin nominiert worden sei – diese Partei und auch Federau selbst aus Sicht der Protestierenden jedoch nicht für demokratische Werte stünden. In Gesprächen am Rande fiel zudem der Name „Pia Sommer“: In sozialen Netzwerken kursiere diese Bezeichnung im Zusammenhang mit Federau – und solle, so die Aussage aus dem Protestumfeld, „entzaubert“ werden. Diese Darstellung beruht auf Schilderungen von Beteiligten der Kundgebung.
Der Anmelder der Aktion zeigte sich nach eigenen Angaben überrascht von der Resonanz: Er habe nicht sicher damit gerechnet, „dass so viele Leute kommen“. Die Botschaft sei aber angekommen – die Kundgebung verstehe man als Auftakt einer größeren Kampagne. Dabei, so die Aussage aus dem Organisationskreis, gehe es ausdrücklich nicht darum, andere Kandidierende für das OB-Amt zu unterstützen. Es gebe nur ein Ziel: Federau als Oberbürgermeisterin zu verhindern – im Idealfall solle sie „nicht einmal in die Stichwahl“ kommen.
Dafür wolle man künftig stärker dort Präsenz zeigen, „wo Parteien Lücken gerissen haben“ – ausdrücklich genannt wurden Plattenbaugebiete. Außerdem kündigten die Aktiven an, AfD-Termine im Stadtgebiet kritisch zu begleiten: Man wolle bei Federau-Veranstaltungen dabei sein und – etwa bei Kundgebungen – auch als Gegenposition sichtbar auftreten. Für den Freitagabend sei der Kreis noch vergleichsweise „eingeweiht“ gewesen; verbunden wurde das mit einem Aufruf an Schwerinerinnen und Schweriner, Hinweise weiterzugeben, wenn AfD-Wahlkampf im Viertel stattfinde.
Die Oberbürgermeisterwahl in Schwerin ist für den 12. April 2026 angesetzt; für den Fall, dass niemand im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht, ist eine Stichwahl am 26. April 2026 vorgesehen.
Aus dem Protestumfeld hieß es außerdem, die Auseinandersetzung in Schwerin werde auch als Vorlauf für eine landesweite Kampagne mit Blick auf die Landtagswahl verstanden. Eine Stellungnahme der AfD zum Protest am Freitagabend lag zum Zeitpunkt der Texterstellung nicht vor.
Nach den http://www.schwerin.news vorliegenden Informationen verlief die Kundegebung weitgehend störungsfrei.
















