(red)
Wer beim Bürgerentscheid zum Stadtteilpark/Spielplatz Kieler Straße auf Nummer sicher gehen will, sollte jetzt nicht mehr trödeln. Denn je näher das Wahlende rückt, desto wichtiger wird der direkte Weg: Ab sofort bis Sonntag, 18.00 Uhr, können (und sollten) die vollständigen Wahlunterlagen direkt im Stadthaus abgegeben werden, um Postlaufzeiten und mögliche Verzögerungen auszuschließen. In den letzten Tagen dürfte es dort deshalb noch einmal deutlich voller werden – ein bisschen wie ein „Run“: Menschen, die ihre Unterlagen lieber persönlich abgeben, statt am Ende zu hoffen, dass alles rechtzeitig ankommt.
Wie groß die Beteiligung bereits ist, zeigt eine aktuelle Auskunft der Stadt. Auf Nachfrage teilte die Pressestelle mit: „Stand heute (20. Januar 2026, 14 Uhr) sind 29.679 Abstimmungsbriefe in der Wahlbehörde eingegangen.“ Damit liegt die Zahl der bis jetzt bei der Stadt angekommenen Wahlbriefe schon deutlich über dem, was viele Beobachter noch vor wenigen Wochen erwartet hatten – und sie unterstreicht, wie sehr das Thema die Stadt bewegt.
Im Mittelpunkt des Bürgerentscheids steht die Frage, ob die Grünfläche samt Spielplatz an der Kieler Straße erhalten bleibt. Für die Initiative, die für ein JA wirbt, geht es dabei nicht nur um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung, sondern um eine ganz konkrete Hürde: Das 25-Prozent-Quorum. Um den Bürgerentscheid zu gewinnen, müssen mindestens 19.631 gültige Stimmen für JA zusammenkommen.
Viele ungültige Stimmen möglich
Genau an diesem Punkt wird es aus Sicht der Bürgerinitiative in den letzten Metern besonders spannend – und zugleich riskant. Die Initiative weist darauf hin, dass entgegen mancher Erwartungen durchaus einiges an NEIN-Stimmen zusammenkommen könnten. Zudem werde das Wahlverfahren von einigen als kompliziert wahrgenommen – mit einer Folge, die bei Briefabstimmungen immer wieder eine Rolle spielt: ungültige Stimmen, etwa durch fehlende Unterschriften, falsch gepackte Umschläge oder unvollständige Unterlagen. Je höher der Anteil ungültiger Stimmen ausfällt, desto mehr „echte“ JA-Stimmen werden am Ende benötigt, um das Quorum sicher zu erreichen.
Jetzt ist jede JA Stimme extrem wichtig
Die Botschaft der Initiative ist daher klar: Wer den Erhalt des Stadtteilparks und des Spielplatzes unterstützen will, sollte jetzt nicht nur abstimmen – sondern auch dafür sorgen, dass die Unterlagen korrekt und rechtzeitig ankommen. Jede gültige JA-Stimme zähle, heißt es, weil das Ziel, den ersten inhaltlichen Bürgerentscheid in Schwerin zugunsten des Park- und Spielplatzerhaltes zu gewinnen, inzwischen „in greifbare Nähe“ gerückt sei.
Für Wählerinnen und Wähler bedeutet das ganz praktisch: Unterlagen prüfen, vollständig ausfüllen, alles korrekt eintüten – und dann am besten bis Sonntag 18:00 Uhr direkt ins Stadthaus. Wer auf den letzten Drücker geht, spart sich Unsicherheit durch Postlaufzeiten und kann sicher sein, dass die Stimme auch wirklich in der Wahlbehörde landet.
Ob es tatsächlich zu einem kleinen „Run“ auf das Stadthaus kommt, werden die nächsten Stunden und Tage zeigen. Klar ist aber schon jetzt: 29.679 eingegangene Abstimmungsbriefe sind ein starkes Signal. Und wenn am Ende die entscheidenden 19.631 gültigen JA-Stimmen zusammenkommen, wäre das nicht nur ein Erfolg für die Initiative – sondern ein kommunalpolitischer Moment mit Signalwirkung weit über den Bürgerentscheid hinaus.
Wahlparty geplant
Die Bürgerinitiative kündigte indes an, für den Fall eines positiven, als auch negativen Ausgangs eine Wahlparty für alle Schwerinerinnen und Schweriner in direkter Nähe zum Stadthaus (nahe Hauptbahnhof) auszurichten. Eingeladen sind alle die sich für ein Ja zum Bürgerentscheid engagiert haben, beziehungsweise, die sich aktiv an der Unterschriftensammlung beteiligt haben. Der genaue Ort werde Ende der Woche (vorraussichtlich Samstagabend) auf der Internetseite der Initiative und über Social Media Beiträge veröffentlicht.













