(red)
Sie sind die Ordnungshüter auf Schwerins Straßen – doch ihr Job wird zunehmend rauer. Der Jahresbericht 2025 des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) zeigt eindrücklich, dass die 31 Männer und Frauen der Truppe weit mehr tun, als nur Knöllchen zu verteilen. Neben Park- und Tempokontrollen wachen sie über den Jugendschutz, die Hundeverordnung, Sondernutzungen und kontrollieren gemeinsam mit der Polizei Brennpunkte wie den Marienplatz.
Diese Aufgabenvielfalt bringt die Einsatzkräfte, die werktags in zwei Schichten von 7.00 bis 20.30 Uhr (an Sommerwochenenden sogar bis Mitternacht) im Dienst sind, oft in konfliktbeladene Situationen. Wie Ordnungsdezernent Silvio Horn am Dienstag mitteilte, mussten im vergangenen Jahr 13 Übergriffe auf KOD-Bedienstete zur Anzeige gebracht werden. In einigen Fällen folgten Strafverfahren.
„Wir kontrollieren die Einhaltung von Vorschriften im Interesse der Allgemeinheit – und tolerieren solche Angriffe nicht“, betonte Horn. Zur Eigensicherung ist das Personal entsprechend ausgerüstet: Neben Pfefferspray und Handfesseln gehören seit 2022 auch 2,2 Kilogramm schwere Schutzwesten zur Standardausrüstung, die vor Schüssen, Hieben und Stichen schützen sollen. Horn zollte den Mitarbeitern seinen Respekt: „Sie leisten täglich einen enorm wichtigen Beitrag für ein sicheres Schwerin.“













