Unter dem Motto „Wir holen uns die Nacht zurück!“ lädt ein FLINTA-Nachtspaziergang am 30. April nach Schwerin ein. Start ist um 20 Uhr am Grunthalplatz. Bereits vorher gibt es ein gemeinsames Treffen im Atelier Moradayo.*
Am Donnerstag, dem 30. April 2026, findet in Schwerin ein FLINTA-Nachtspaziergang* statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Wir holen uns die Nacht zurück!“ und richtet sich an Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.
Bereits ab 18:30 Uhr ist ein gemeinsames Get-together im Atelier Moradayo, Zum Bahnhof 15, geplant. Dort soll es einen veganen/ vegetarischen Mitbringbrunch geben. Wer teilnehmen möchte, kann also etwas Veganes zum Teilen mitbringen und vor dem Spaziergang mit anderen ins Gespräch kommen.
Start am Grunthalplatz
Der eigentliche Nachtspaziergang beginnt um 20 Uhr am Grunthalplatz Schwerin, direkt beim Hauptbahnhof. Von dort aus führt die Route nach Angaben auf dem Veranstaltungsflyer über die Marstallwiese und am Schloss vorbei. Das Ende ist gegen 22 Uhr am Schlossblick vorgesehen, in der Nähe der dortigen NVS-Haltestelle.
Mit dem Spaziergang greifen die Organisierenden ein Thema auf, das viele Menschen betrifft: Sicherheit im öffentlichen Raum. Gerade nachts verändern sich Wege, Blicke, Situationen und das eigene Sicherheitsgefühl. Für viele FLINTA*-Personen ist es keine theoretische Frage, ob sie bestimmte Orte meiden, Umwege laufen, Schlüssel zwischen die Finger nehmen oder Freundinnen schreiben, wenn sie angekommen sind. Der Nachtspaziergang setzt genau dort ein – sichtbar, gemeinsam und mitten in Schwerin.
Öffentlicher Raum gehört nicht nur den Lauten
Das Motto „Wir holen uns die Nacht zurück!“ ist dabei mehr als ein Veranstaltungsslogan. Es formuliert einen Anspruch: Die Stadt soll auch nachts ein Ort sein, an dem sich Menschen frei und selbstbestimmt bewegen können. Nicht nur diejenigen, die sich ohnehin sicher fühlen. Nicht nur Gruppen, die den öffentlichen Raum selbstverständlich für sich beanspruchen. Sondern auch jene, die im Alltag häufiger mit Grenzüberschreitungen, Anmache, Bedrohung oder Unsicherheit rechnen müssen.
Der Spaziergang ist damit zugleich Begegnung, politische Geste und sichtbares Zeichen im Stadtraum. Schwerin wird an diesem Abend nicht nur Kulisse sein, sondern selbst Teil der Botschaft: Straßen, Plätze, Wege und Uferbereiche gehören allen.
















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