Eine-Welt-Landesnetzwerk: „Bei dieser Wahl steht viel auf dem Spiel“

(stm/red) Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern warnt das Eine-Welt-Landesnetzwerk vor einer zunehmenden Infragestellung von Vielfalt, Menschenrechten und internationaler Zusammenarbeit. Gleichzeitig fordert der Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen bessere und verlässliche Rahmenbedingungen für Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen im Land.

„Eine offene Gesellschaft, Menschenrechte, internationale Zusammenarbeit und globale Verantwortung sind keine Selbstverständlichkeiten und müssen immer wieder verteidigt und mit Leben gefüllt werden“, sagt Jessica Weiß, Geschäftsführerin des Eine-Welt-Landesnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern. „Bei dieser Wahl steht für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft viel auf dem Spiel.“

Besonders kritisch sieht das Netzwerk politische Bestrebungen, die sich gegen zivilgesellschaftliche Organisationen und deren öffentliche Förderung richten. Die 64 Mitgliedsorganisationen des Landesnetzwerks engagieren sich unter anderem gegen Rassismus und Diskriminierung, informieren über globale Zusammenhänge und setzen sich für Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit ein. „Sie brauchen Anerkennung und verlässliche Rahmenbedingungen, keine weiteren Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden“, so Weiß.

Wie vielfältig das Engagement im Land ist, sollte zuletzt die entwicklungspolitische Radtour „Zusammen Bewegen in der Einen Welt“ zeigen. Knapp 70 Menschen legten dabei rund 200 Kilometer quer durch Mecklenburg-Vorpommern zurück. An verschiedenen Stationen ging es um Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, globale Verantwortung, internationale Zusammenarbeit, Flucht und Menschenwürde sowie die Frage, wie ein weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern gestaltet werden kann.

Beteiligt waren Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern sowie Vertreter von Förderpartnern wie Engagement Global, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Nordkirche und der Landesverwaltung.

„Die Radtour hat gezeigt, dass Engagement für ein respektvolles Miteinander überall im Land zu finden ist“, sagt Weiß. „Diese Menschen und Initiativen sind ein wichtiger Teil unserer demokratischen Gesellschaft. Sie brauchen Rückenwind – gerade jetzt.“

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern versteht sich als Dachverband entwicklungspolitischer Initiativen im Land und vertritt derzeit 64 Mitgliedsorganisationen. Nach eigenen Angaben setzen sich diese für nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte und globale Verantwortung ein und informieren über globale Zusammenhänge und Ungerechtigkeiten.


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