(stma) Die gestrige Demonstration der Bürgerinitiative „Schwerin Schweigt nicht“ hatte bis zu 5000 Teilnehmende erwartet. Am Ende waren es nach Angaben des Veranstalters Daniel Gurr 4700 die gekommen waren um ihren Unmut zur aktuellen Energie und Kriegspolitik Luft zu machen. Dass es „nur“ 4700 Teilnehmende waren, mag dem Wetter geschuldet gewesen sein.
Auf Telegramm teilte der Anmelder schlicht mit: „Wettervermerk: In Schwerin und Ludwigslust und mehr gab es leichten bis stärkeren Regen“. Es waren aber nochmal 200 Demonstranten mehr als vergangenen Montag. Der Unmut der Schwerinerinnen und Schweriner wächst demzufolge.
Die inhaltlichen Forderungen reichten von Öffnung Nordstream 2, über einen Rettungsschirm für Bürgerinnen und Bürger, Abschaffung der Sanktionen bis hin zu einer unternehmerfreundlicheren Politik.
Die AfD war die erste die am gestrigen Abend ein Video auf youtube zur Demonstration hoch geladen hatte. Und es passierte genau das was einige immer wieder bemängeln – Parteien vom rechten Rand nutzen die absolut legitime Demonstration schamlos aus, um auf einen heißen Herbst einzuschwören und versuchen durch beispielsweise aktives Grünen-Bashing nicht auf Lösungen hinzuarbeiten, sondern lediglich ein Feindbild aufzubauen. Streit und Konflikt, statt Lösungssuche.
Ein Großteil der Demonstranten, scheinen konstruktiven Dialog zu wollen, so wie es der Anmelder Daniel Gurr ja auch selbst sagt, ein Miteinander, statt einem Gegeneinander. Bei den Teilnehmenden aus Kreisen der AFD Landtagsfraktion ist dies aber anscheinend noch nicht angekommen. Es bleibt abzuwarten, wie Gurr und sein Team von Schwerin schweigt nicht, damit umgehen werden.
















