(red/stm)
Update: Telefonisch teilte Steinmüller auf Anfrage mit, dass die Polizei sich aktuell die Daten, das Videomaterial entsprechend „sichern“ würde, deswegen die entsprechende Festplatte aktuell nicht zugänglich sei. Sollte sich daran etwas ändern, Videomaterial autauchen, werden wir erneut berichten.
Nach einem Polizeieinsatz vor einer Bar in der Mecklenburgstraße sorgt der Vorfall für Gesprächsstoff – nicht zuletzt, weil die Polizei in ihrer Mitteilung Ort und Alter der Beteiligten nennt, den Namen des Lokals aber offenlässt. In sozialen Netzwerken wurde deshalb schnell spekuliert, um welche Bar und um wen es sich handeln könnte. http://www.schwerin.news hatte nach dem ersten Bericht mehrere Anfragen dazu erhalten, wir wollten uns an Spekulationen jedoch nicht beteiligen. Unter unserem Facebook-Beitrag meldete sich nun allerdings der betroffene Gastronom, Stadtvertreter und derzeitige OB Kandidat selbst zu Wort – und weist den Vorwurf strikt zurück.
Das schreibt die Polizei
Die Polizei schildert den Einsatz so:
In der Nacht von Samstag zu Sonntag ist es in der Schweriner Innenstadt zu einen Polizeieinsatz vor einer Bar gekommen. Gegen 2:20 Uhr wurden die Beamten zu einem Lokal in der Mecklenburgstraße gerufen.
Dort kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem 62 Jahre alten Gast und dem dortigen Türsteher. In der Folge beteiligte sich der 56-jährige Inhaber der Bar an dem Streit und schlug dem Gast ins Gesicht. Es wurde ein Anzeige wegen Verdachts der Körperverletzung aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
(Anmerkung: Um welche Bar es sich handelt, nennt die Polizei in der Mitteilung nicht.)
Spekulationen – und warum wir sie nicht übernommen haben
Weil der Ort (Mecklenburgstraße) sowie das Alter des Bar-Inhabers genannt werden, vermuteten ortskundige Schwerinerinnen und Schweriner schnell, dass es sich um einen bekannten Gastronomen handeln könnte – teils wurde dabei auch der Name von Heiko Steinmüller genannt, der zugleich Stadtvertreter und OB-Kandidat ist. Wir haben diese Spekulationen in der Berichterstattung nicht aufgegriffen, weil die Identität in der Polizeimeldung nicht benannt wird und die Ermittlungen laufen.
Steinmüller meldet sich auf Facebook – und bestreitet einen Schlag
Unter unserem Facebook-Beitrag äußerte sich nun Steinmüller selbst, räumt mit den Spekulationen auf und schilderte eine völlig andere Version. Demnach sei die Situation „geplant“ gewesen: Ein Mann habe ihn minutenlang angeschrien und beleidigt. Er behauptet, der Mann habe sich anschließend selbst fallen lassen und dann lautstark behauptet, wegen seiner (angeblichen) AfD-Nähe geschlagen worden zu sein. Steinmüller schreibt zudem, es gebe Videoaufnahmen und zahlreiche Zeugen, die seine Darstellung stützten – er habe Abstand gehalten und nicht zugeschlagen.
Wichtig dabei: Diese Angaben stammen aus dem Kommentar von Herrn Steinmüller und sind nicht unabhängig verifiziert.
Nun liegen verschiedene Aussagen auf dem Tisch. Es gilt wie in jedem Fall die Unschuldsvermutung.















