(stm)
In den letzten Wochen wurden mehrere gelbe Tonnen in verschiedenen Straßen, darunter die Anne-Frank-Straße und die Engels-Straße, in Schwerin unerwartet abgebaut. Die Aktion hat bei den Anwohnern für Unmut gesorgt, da sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen. „Wir wurden nicht informiert“, berichtet ein Anwohner verärgert. „Von einem Tag auf den anderen waren sie einfach weg.“
In einem Protokoll der Ortsbeiratssitzung vom 28. März wurde die Antwort auf die Frage nach dem Grund für die Entfernung der Tonnen gefunden. Unter dem Punkt „Abzug LVP-Container“ wird erklärt, dass die beiden vorhandenen Container für Leichtverpackungen (LVP) am Wertstoffsammelplatz in der Anne-Frank-Straße, Höhe Nr. 10, entfernt wurden. Grund dafür sei die ständige Vermüllung des Platzes. In der näheren Umgebung betreibe hauptsächlich die Wohnungsbaugesellschaft Schwerin (WGS) Großwohnanlagen. Die Maßnahme gehe auf einen Vorschlag der WGS zurück, die sich auch bereit erklärte, an privaten Standorten Sammelbehälter für Leichtverpackungen für die betroffenen Mietobjekte anzubieten oder kurzfristig einzurichten.
Die Ersatzstandorte sind den Anwohnern bisher nicht bekannt gegeben worden.
Für die Anwohner kam diese Entscheidung völlig überraschend und ohne jegliche Information. Sie bemängeln die mangelnde Transparenz und fühlen sich nicht angemessen einbezogen. Das, was die WGS ursprünglich vorgeschlagen hatte, wurde offenbar ohne Rücksprache und ohne Kommunikation mit den betroffenen Bürgern umgesetzt.
Als Reaktion auf diese unerwartete Situation will die Wählergruppe ASK Schwerin nach eigener Aussage die Stadtverwaltung kontaktieren und auch den Oberbürgermeister anfragen. Ziel sei es, Klarheit darüber zu bekommen, wie es nun weitergeht, wo die Ersatzcontainer für die gelben Tonnen platziert werden und vor allem, wann die Anwohnerinnen und Anwohner über diese Entscheidungen informiert werden sollen.
Die Bürgerinnen und Bürger fordern eine offene und transparente Kommunikation seitens der Stadtverwaltung, um in Zukunft solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden und eine angemessene Beteiligung der Anwohner zu gewährleisten.
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