(stm)
In Schwerin steht potenziell eine Veränderung in der Verkehrsführung der Puschkinstraße an. Der Bauausschuss der Landeshauptstadt wird demnächst, am 5. September (Donnerstag) über eine Umgestaltung entscheiden, die nicht nur die Verkehrsberuhigung, sondern auch die Verbesserung der Barrierefreiheit und die Förderung der Außengastronomie zum Ziel haben soll. Die geplanten Maßnahmen, die in mehreren Phasen umgesetzt werden sollen, könnten das Gesicht dieser historischen Straße grundlegend verändern.
Geplante Maßnahmen: Was steht zur Debatte?
Die Puschkinstraße, die derzeit als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist, soll in zwei Schritten umgestaltet werden. Ab dem 1. Januar 2025 könnte die Straße zunächst in einen verkehrsberuhigten Bereich (VBB) umgewandelt werden. In dieser Phase könnte, nach aktuellem Beratungsstand der gesamte Straßenbereich Fußgängern zugänglich gemacht, wobei Kraftfahrzeuge und Fahrräder nur noch im Schritttempo fahren dürften. Die Maßnahme soll die Sicherheit erhöhen, insbesondere für die vielen Fußgänger, die den Bereich bereits jetzt stark frequentieren.
In einem zweiten Schritt, der ab 2026/27 umgesetzt werden könnte, ist die Umwandlung der Puschkinstraße in eine vollständige Fußgängerzone angedacht. Diese Änderung würd es den Anwohnern und Besuchern ermöglichen, den Straßenbereich ohne den störenden Autoverkehr zu nutzen. Die bisher vorhandenen Parkplätze werden weitgehend entfallen, was den Raum für Außengastronomie erweitert und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert.
Barrierefreiheit: Ein zentrales Anliegen, doch wird es ernst genommen?
Besonders hervorzuheben ist das Bemühen um Barrierefreiheit in der geplanten Verkehrsberuhigung. In der Sitzung des Behindertenbeirats am 25. Juni 2024 wurde intensiv über die geplanten Maßnahmen diskutiert. Dabei wurde unter anderem festgelegt, dass die Bordsteine in der Puschkinstraße auf 3 cm abgesenkt werden sollen, um eine bessere Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten【18†source】. Außerdem sollen die bestehenden Behindertenparkplätze erhalten bleiben. Diese Maßnahmen wurden vom Behindertenbeirat positiv aufgenommen, da sie die Zugänglichkeit und Sicherheit in der Altstadt erheblich verbessern werden.
Ein weiterer Punkt, der im Behindertenbeirat besprochen wurde, ist die geplante Sanierung der Treppe zwischen der Saltzstraße und der Puschkinstraße. Diese Treppe stellt derzeit eine Barriere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen dar und soll, so wünscht es sich der Behindertenbeirat im Rahmen einer grundhaften Sanierung der Salzstraße barrierefrei gestaltet werden. Ob es soweit kommt bleibt abzuwarten.
Reaktionen aus der Bevölkerung: Was denken die Anwohner?
Im Juli 2024 wurden die Anwohner, Gewerbetreibenden und Mieter über die geplanten Maßnahmen informiert. Dabei zeigte sich eine gemischte Reaktion: Während die Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger allgemein begrüßt wurde, gab es auch kritische Stimmen. Einige Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich der Einschränkungen für den Autoverkehr und der Reduzierung von Parkplätzne.
Ein besonderes Anliegen war die Frage, wie die Umgestaltung die Außengastronomie beeinflussen wird. Hier wurde von den Planern versichert, dass keine zusätzlichen Einschränkungen für die Gastronomiebetriebe entstehen, sondern vielmehr der Raum für Außengastronomie erweitert wird, was den Straßenabschnitt attraktiver machen könne.
Was bedeutet das für Schwerin?
Die geplante Umgestaltung der Puschkinstraße ist ein ambitioniertes Projekt, das das Leben in der Schweriner Altstadt nachhaltig verändern könnte. Durch die Verkehrsberuhigung wird die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt deutlich verbessert. Zugleich stellen die Maßnahmen einen wichtigen Schritt in Richtung einer barrierefreien Stadt dar, in der alle Bürger – unabhängig von ihren physischen Voraussetzungen – den öffentlichen Raum gleichberechtigt nutzen können.
Für die Anwohner bedeutet die Umgestaltung allerdings auch Veränderungen: Weniger Parkplätze und eine veränderte Verkehrsführung könnten den Alltag beeinflussen. Dennoch überwiegen die Vorteile, insbesondere die gesteigerte Sicherheit und die verbesserten Bedingungen für den Fußgängerverkehr.
Die Entscheidung über die Umsetzung liegt nun bei den Mitgliedern des Bauausschusses und der Stadtvertretung. Sollten die Pläne genehmigt werden udn mehrheitfähig sein, könnten die Bauarbeiten bereits im nächsten Jahr beginnen und die Puschkinstraße in eine der attraktivsten und zugänglichsten Straßen der Schweriner Altstadt verwandeln.
Mehr Informationen und alle relevanten Dokumet dazu können auf der Internetseite der Stadt Schwerin eingesehen werden. Die Sitzung ist fpr interessierte Schwerinerinnen und Schweriner öffentlich zugänglich:
https://bis.schwerin.de/si0057.asp?__ksinr=10759
Wenn Sie Beiträge wie diesen oder weitere nicht verpassen wollen, abonnieren Sie uns gerne kostenfrei. http://www.schwerin.news versteht sich als Demokratieprojekt. Wir bringen Nachrichten, News und Kommentare aus Schwerin. Ehrenamtlich, kostenfrei und ohne Paywall/ Bezahlschranke:


















