(stm)

Seit Mai 2023 ist das Deutschlandticket erhältlich und hat den Nahverkehr Schwerin (NVS) mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Eine Anfrage der Stadtfraktion Die Linke an den Oberbürgermeister hat detaillierte Zahlen und Informationen geliefert – die die finanziellen Auswirkungen des Tickets auf den NVS beleuchten. Hier die Fakten, die sich aus den Antworten ergeben.

Einnahmeeinbußen beim Nahverkehr

Die Einführung des Deutschlandtickets hat demnach zu Einnahmeverlusten beim NVS geführt. Seit Mai 2023 sanken die Einnahmen kontinuierlich, wobei die Rückgänge besonders ab Juli und August 2023 deutlich wurden. Trotz einer Tariferhöhung zum 1. Juli 2023 und der Einführung des Seniorentickets MV verzeichnete der NVS einen Rückgang der Einnahmen um rund 40 % im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2023. Auch im Jahr 2024 liegen die Einnahmen bisher 30 % hinter dem geplanten Wirtschaftsplan. Diese Zahlen unterstreichen die finanzielle Belastung, die das Deutschlandticket für den NVS bedeutet.

Verkaufszahlen des Deutschlandtickets in Schwerin

Die Verkaufszahlen zeigen, dass das Deutschlandticket in Schwerin durchaus nachgefragt ist, jedoch nicht ausschließlich über den NVS bezogen wird. Hier die Verkaufszahlen für D Ticket, die übre den NVS gekauft wurden,:

  • 2023 (Mai–Dezember): 13.898 verkaufte Tickets, davon 1.273 Jobtickets.
  • 2024 (Januar–September): 19.631 verkaufte Tickets, davon 2.207 Jobtickets.

Diese Zahlen zeigen, dass das Ticket in Schwerin gut angenommen wird, aber auch die Konkurrenz durch andere Vertriebskanäle eine Rolle spielt.

Konkurrenz durch alternative Anbieter

Ein wesentlicher Faktor, der die Einnahmen des NVS belastet, ist die Verfügbarkeit des Deutschlandtickets über andere Anbieter. So wird das Azubi-Ticket zentral über die Deutsche Bahn (bis zum 30. Oktober 2024) und das Seniorenticket über den Verkehrsverbund Warnow (VVW) vertrieben. Diese Konkurrenz erschwert es dem NVS, seine eigenen Verkaufszahlen zu steigern, da viele Kundinnen und Kunden das Ticket direkt bei den überregionalen Anbietern erwerben.

Antrag auf Ausgleichszahlungen

Um die Mindereinnahmen auszugleichen, hat der NVS demnach fristgerecht bis zum 30. September 2024 einen Antrag auf Ausgleichszahlungen gestellt. Diese Unterstützung könnte zumindest kurzfristig die finanziellen Einbußen mildern, jedoch bleibt unklar, wie hoch die Zahlungen tatsächlich ausfallen werden und ob sie die Verluste vollständig decken können.

Auswirkungen der D- Ticket Preiserhöhung ab 2025 auf den NVS

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass der Preis des Deutschlandtickets ab Januar 2025 auf 58 Euro steigen soll. Der NVS erwartet, dass diese Preiserhöhung möglicherweise zur Stabilisierung der Einnahmen beitragen könnte. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass einige Fahrgäste aufgrund des höheren Preises auf alternative Ticketoptionen oder andere Verkehrsmittel umsteigen. Die genauen Auswirkungen dieser Erhöhung werden sich erst im Laufe des Jahres 2025 zeigen.

Das Deutschlandticket und die wirtschaftlichen Folgen für den Nahverkehr Schwerin

Das Deutschlandticket hat die Einnahmesituation des NVS stark beeinflusst und bringt finanzielle Herausforderungen mit sich, die anscheinend nicht leicht zu bewältigen sind. Die detaillierten Antworten auf die Anfrage zeigen, dass der NVS mit erheblichen Einnahmeverlusten und einer starken Konkurrenz durch alternative Anbieter konfrontiert ist. Ob die beantragten Ausgleichszahlungen und die geplante Preiserhöhung im kommenden Jahr ausreichen, um die wirtschaftliche Stabilität des NVS zu sichern, bleibt abzuwarten. http://www.schwerin.news wirsd die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen, da der Nahverkehr eine zentrale Rolle im städtischen Alltag spielt.

Hier kann die Anfrage, nebst Beantwortung heruntergeladen und eingesehen werden:


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