(stm)
Der kommende Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn (DB) bringt für Schwerin erhebliche Einschränkungen im Fernverkehr mit sich. Pendler und Reisende aus Schwerin müssen ab dem 15. Dezember 2024 mit weniger Verbindungen, späteren Abfahrten und längeren Reisezeiten bei ICE Verbindungen rechnen. Die Stadt verliert Anbindungen, die für viele Schweriner eine zentrale Rolle spielen. In einem Schreiben hat die Bahn den Oberbürgermeister zu den anstehenden Änderungen informiert. Das Schreiben hat Oberbürgermeister Badenschier in seinen aktuellen Mitteilungen zur kommenden Stadtvertretung öffentlich gemacht. Detailsund das Schreiben der DB haben wir unten im Beitrag verlinkt.
Streichungen und spätere Abfahrten schwächen Pendlerverkehr
- 45 Minuten späterer Start des morgendlichen ICE
Die erste ICE-Verbindung am Morgen von Rostock über Schwerin nach Hamburg wird montags bis freitags um 45 Minuten nach hinten verlegt, wodurch die Ankunft in Hamburg erst um 7:46 Uhr erfolgt. Pendler, die bislang rechtzeitig in Hamburg sein konnten, sind nun gezwungen, mit späteren Ankunftszeiten zu rechnen. - Zeitlich begrenzter zusätzlicher ICE am Samstag
Eine zusätzliche ICE-Verbindung am Samstagmorgen bringt vorübergehend eine Entlastung. Doch diese Verbindung soll bereits am 26. Juli 2025 wieder eingestellt werden. Diese temporäre Lösung lässt auf eine langfristige Verbesserung verzichten, und Schwerin erhält lediglich eine kurzfristige, nicht nachhaltige Erweiterung des Angebots.
Baumaßnahmen führen zu noch weniger Verbindungen und längeren Fahrzeiten
- Reduzierte IC-Verbindungen nach Berlin/Dresden
Vom 15. Dezember 2024 bis 7. März 2025 werden IC-Züge von Rostock nach Berlin/Dresden über Schwerin umgeleitet, was etwa 25 Minuten längere Fahrzeiten bedeutet. Doch die Einschränkung ist gravierender: Statt der gewohnten acht Fahrten pro Tag in beide Richtungen werden nun nur noch vier angeboten. Für Schwerin bedeutet dies einen erheblichen Verlust an Flexibilität. - Langfristige Sperrung der Schnellfahrstrecke ab August 2025
Die Schnellfahrstrecke Berlin–Wittenberge–Hamburg wird ab August 2025 gesperrt, und das Angebot wird auf langsamere Umleitungsstrecken reduziert. Reisende aus Schwerin müssen sich auf längere Reisezeiten und eine noch begrenztere Kapazität einstellen.
Schwerin verliert ab Dezember wichtigen Anschluss
Mit diesen Änderungen wird Schwerin spürbar von den zentralen Bahnverbindungen abgekoppelt. Die Reduktion der Verbindungen, die verlängerten Fahrtzeiten und die Umleitungen stellen eine klare Verschlechterung des Angebots dar. Besonders Berufspendler, die auf eine zuverlässige und schnelle Anbindung angewiesen sind, werden die Auswirkungen spüren. Die langfristigen Baumaßnahmen werden die Situation weiter verschärfen und für viele Fahrgäste eine Belastung darstellen.
Hier kann das Schreiben der DB an den Oberbürgermeister heruntergeladen und eingesehen werden:
(letzte beiden Seiten des Dokumentes)



















