(stm)
Die Schließung von „Andy’s Stressbremse“ im Jahr 2021, der letzten Kneipe im Stadtteil Großer Dreesch, führte zu Forderungen nach dem Erhalt gastronomischer Angebote in diesem Gebiet. Die Schließung wurde notwendig, weil die WGS dem Inhaber wegen anstehender Sanierungsplänen kündigte. Infolgedessen stellte der Ortsbeirat Großer Dreesch gemeinsam mit dem Stadtvertreter Heiko Steinmüller einen Antrag, der am 30. August 2021 von der Stadtvertretung beschlossen wurde.
Dieser sah vor, dass die Wohnungsgesellschaft Schwerin mbH (WGS) weiterhin gastronomische Einrichtungen im Großen Dreesch vermietet und im Rahmen der Neugestaltung des Quartiers am Monumentenberg entsprechende Gewerberäume zur Verfügung stellt. Doch nun soll Schluss ein. Nachdem ein Cafe eröffnet und inzwischen schließen musste will die WGS keine Räume mehr für Gastronomische Nutzung zur Verfügung stellen.
„Cafe Barvinok“ von Anwohnern nicht angenommen.
Während die Bar „Andy`s Stressbremse sich bis zur Zwangsschließung von den Stadteilbewohnern genutzt und angenommen wurde, scheiterte das „Cafe Barvinok“ am mangelnden Interesse. Im April 2023 eröffnete das „Café Barvinok“ in den Dreesch Arkaden. Der Betrieb musste bereits zum 30. Juni 2024 eingestellt werden, da die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben war.
Laut den aktuellen, am Freitag veröffentlichten Mitteilungen des Oberbürgermeisters zeig sich, dass sowohl die Erfahrungen der Betreiberin als auch die Einschätzungen weiterer Interessenten darauf hindeuteten, dass im Stadtteil keine ausreichende Nachfrage nach gastronomischen Angeboten besteht. So sieht es zumindest die WGS. Diese erachtet eine Weitervermietung der Gewerbefläche an andere Interessenten außerhalb des Gastronomiebereichs als sinnvoller.
Die Schließung von „Andy’s Stressbremse“ führte zur Eröffnung des „Café Barvinok“ welches im Juni schließen musste. Nun gibt es keine Gastronomie mehr in einem der bevölkerungsreichsten Stadtteilen Schwerin. Zumindest durch die WGS wird es keine Räume mehr für eine Gastronomie auf dem Großen Dreesch geben.
WGS will vorerst keine Gastro mehr
In den Mitteilungen des Oberbürgermeisters ließt sich dies folgendermaßen:
„Entsprechend der aktuellen Marktlage und fehlendem Nachfragepotential an Interessenten für
eine gastronomische Einrichtung an genanntem Standort ist seitens der WGS mbH eine Weiternutzung der Gewerbeeinheit zu Gastronomiezwecken in Folge nicht umsetzbar. Im Fokus der WGS steht die Wirtschaftlichkeit der Immobilien. Aus diesem Grund erachtet die WGS eine Weitervermietung der Gewerbefläche an andere Interessenten außerhalb des Gastronomiebereiches als sinnvoller. Entsprechende Anfragen liegen der WGS bereits vor. Der Aufsichtsrat der WGS wurde über genannte Verfahrensweise in Kenntnis gesetzt. Aktuell verfügt die WGS im Stadtteil über keine leerstehenden Gewerbeeinheiten, die sich für einen Gastronomiebetrieb eignen.“
Es gibt keine geeigneten Räume der WGS mehr. Der einzige geeignete Raum, soll einer anderen Gewerbenutzung zugeführt werden. Dennoch besteht für die ferne Zukunft ein Funken Hoffnung. In der Stellungnahme heißt es abschließend, ohne Zeitangabe, Fristsetzungen oder weiteren Informationen: „Die WGS mbH wird auf dem Großen Dreesch weiterhin eine Alternative zur bisherigen gastronomischen Einrichtung für die Mieterschaft des Stadtteils verfolgen“
Die entsprechende Mitteilung des Oberbürgermeister kann in folgender PDF Datei eingesehen werden (Seite 9 und 10):


















