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Immer mehr Menschen setzen auf erneuerbare Energien, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine einfache Möglichkeit für Mieter, selbst Strom zu erzeugen, sind sogenannte Balkon-Solaranlagen. Diese kleinen Photovoltaikanlagen können auf Balkonen oder in Kleingärten installiert werden und helfen, Stromkosten zu senken sowie die Umwelt zu schonen.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit eine attraktive Förderung: Das Land unterstützt die Anschaffung von Balkon-Solaranlagen mit bis zu 500 Euro. Diese Förderung richtet sich insbesondere an Mieter, die auf diese Weise aktiv an der Energiewende teilhaben können. Allerdings ist diese Möglichkeit noch wenig bekannt. Es fehlt an Information und Beratung – sowohl für Mieter als auch für Vermieter.
Petition für mehr Unterstützung durch die Stadt
Ronny Alex, Mitglied der Umweltgruppe Weststast und Initiator des Gartenprojektes „Kleiner Garten, große Wirkung“ hat daher eine Petition an die Stadtvertretung eingereicht. Ziel ist es, dass sich die Landeshauptstadt Schwerin verstärkt für die Verbreitung von Balkon-Solaranlagen einsetzt und Mieter sowie Vermieter besser informiert. Die Petition fordert:
- Prüfung und Maßnahmenplanung: Der Oberbürgermeister soll zeitnah ermitteln, wie die Stadt die Anzahl der Balkon-Solaranlagen erhöhen kann. Ein Konzept mit konkreten Maßnahmen soll der Stadtvertretung vorgelegt werden.
- Beratung für Mieter und Vermieter: Im Haushalt für 2025/2026 sollen Mittel für zwei Projektstellen bereitgestellt werden. Diese sollen eine niederschwellige Beratung zu Balkon-Solaranlagen anbieten.
Warum sind Balkon-Solaranlagen so wichtig?
Balkon-Solarkraftwerke sind steckerfertige PV-Anlagen, die direkt in das Stromnetz einer Wohnung einspeisen. Je nach Standort und Verbrauch können bis zu 20 % des Strombedarfs selbst gedeckt werden. Das reduziert nicht nur die Abhängigkeit von steigenden Strompreisen, sondern trägt aktiv zur Energiewende bei. Zusätzlich wird keine zusätzliche Fläche versiegelt, was sie besonders umweltfreundlich macht.
2024 wurden gesetzliche Regelungen geschaffen, die das Anbringen von Balkonkraftwerken erleichtern und Mietern ein grundsätzliches Recht darauf einräumen. Trotzdem gibt es noch viele Hürden, etwa fehlende Informationen oder Vorbehalte seitens der Vermieter. Hier setzt die Petition an und fordert Schwerin auf, aktiver zu werden.
Vorbild Bonn: Balkon-Scouts als Vorbild für Schwerin?
Andere Städte machen es vor: In Bonn gibt es bereits das Modell der „Balkon-Scouts“. Diese ehrenamtlichen Helfer beraten in der Nachbarschaft und unterstützen Interessierte bei der Installation von Balkon-Solaranlagen. Ein ähnliches Konzept könnte auch in Schwerin eingeführt werden.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dieses bekannte Zitat von Erich Kästner ist die Motivation hinter der Petition. Ronny Alex ruft dazu auf, die Vorteile von Balkon-Solaranlagen weiterzuerzählen und die Fördermöglichkeiten bekannt zu machen.
Über die Petition wird nun der hauptausschuss der Stadt beraten und entscheiden. Die Stadtvertretung kann davon abweichend eine Beratung in der Stadtvertretung durchführen.
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