(stm/Kommentar) Die Landeshauptstadt Schwerin steht vor einem schnellen Wechsel in einem sensiblen Amt: Nach dem angekündigten Rücktritt der bisherigen Gleichstellungsbeauftragten im Februar sucht die Stadt nun dringend eine Nachfolge. Die Stellenausschreibung für die Position der „Familien- und Gleichstellungsbeauftragten“ läuft – doch die Bewerbungsfrist endet bereits am Freitag, dem 21. März 2025. Was steckt hinter diesem Eiltempo? Wo kann sich beworben werden, und wie schaut es mit der Abberufung der aktuellen Gleichtesllungsbeauftragten aus?

Rücktritt nach zehn Jahren

Im Februar melden wir hier bei http://www.schwerin.news, dass die Gleichstellungsbeauftragte nach einer Dekade im Amt zurücktritt. Über Gründe wird weitgehend geschwiegen. Ein neuer Job, eine neue Herausforderung habe die noch amtierende Gleichstellungsbeauftragte gesucht und gefunden. Die Stadtverwaltung hielt sich bedeckt, doch die kurze Zeitspanne bis zur neuen Ausschreibung deutet auf Handlungsdruck hin.

Sucht man online nach einer Auschreibung findet man diese nur schwer. Zum März hin veröffentlichte die Stadt ein frisches, neues, weitgehend noch unbekanntes „Karriereportal“. Und eine der ersten Stellen die dort, weitgehend abseits der Öffentlichkeit angeboten wurden – die der Gleichstellungsbeauftragten.

Kritik im Vorfeld

Ein Blick zurück zeigt: Die Amtszeit war nicht unumstritten. Bereits im Januar 2024 warf ein Meinungsartikel auf Schwerin.news der Beauftragten vor, ihre Arbeit sei „jahrelang unerledigt“ geblieben. Dies habe sich aus einem mehrseitigen Bericht der Gleichstellungsbeauftragten ergeben. Projekte zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit hätten gestockt, die Verwaltung habe zu wenig unterstützt – so die Kritik. Ob diese Vorwürfe den Rücktritt beeinflussten, bleibt Spekulation. Doch die neue Ausschreibung legt nahe, dass Schwerin nun auf eine kompetente und effektive Nachfolge setzt.

Die neue Stelle: Anspruch und Dringlichkeit

Die offene Position, ausgeschrieben auf nigelnagelneuen Protal www.karriere.schwerin.de, kombiniert Familien- und Gleichstellungsarbeit. Zu den Aufgaben zählen die Förderung von Chancengleichheit, Beratung der Verwaltung und die Vertretung nach außen. Erfahrung in der Gleichstellungsarbeit und Kommunikationsstärke werden explizit gefordert – ein Hinweis, dass die Stadt vergangene Schwächen vermeiden will? Bemerkenswert ist die knappe Frist: Weniger als zwei Wochen scheint die Ausschreibung online zu sein wenig Zeit für Interessierte, um sich zu melden. Das spricht für eine dringende Besetzung, möglicherweise um laufende Projekte nicht weiter zu gefährden, oder – so wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, den Kreis der Bewerberinnen und Bewerber möglichst klein zu halten um eine Vorauswahl leichter durchführen zu können. Auf der Internetseite der Stadt, auf der die Gleichstellungsbeauftragte sich vorstellt, findet man keinen Hinweis zur Ausschreibung, auch in den offiziellen Bekanntmachungen der Stadt, oder in den Pressemitteilungen der Stadt – nichts.

Was bedeutet das für Schwerin?

Gleichstellungsarbeit ist in einer Stadt wie Schwerin, mit rund 100.000 Einwohner:innen und ihrer Rolle als Landeshauptstadt, von großer Bedeutung. Sie beeinflusst Arbeitsmarkt, Bildung und soziale Teilhabe. Die Kritik von 2024 und der schnelle Wechsel könnten ein Signal sein: Schwerin will die Themen Gleichstellung und Familie wieder stärker in den Fokus rücken – und das ohne Verzögerung – transparent und wirtklich öffentlich – wirkt die ganze Ausschreibung und Suche nach einer geeigneten Neubesetzung nicht.

Jetzt bewerben! Frist endet am Freitag

Wer sich für die unbefristete Stelle interessiert, muss schnell handeln. Die Bewerbungsfrist läuft in zwei Tagen aus – ein enges Zeitfenster, das Fragen aufwirft: Warum so eilig? Gab es keine Übergangslösung? Oder will die Stadt mit einer neuen Besetzung ein klares Zeichen setzen? Bis Antworten kommen, bleibt eines sicher: Schwerin sucht nicht nur eine Nachfolge, sondern eine Person, die die Herausforderungen der Vergangenheit meistert.

Interessierte finden die Ausschreibung unter karriere.schwerin.de. Die Zeit tickt – bis Freitag, 21. März 2025.

Welche Aufgaben eine Gleichstellungsbeauftragte erfüllen sollte kann hier nachgelesen werden.

Abberufung der alten Gleichstellungsbeauftragten „Nicht öffentlich“

Abberufen werden soll die aktuelle Gleichstellungebeauftragte übrigens erst am Montag, den 24. März 2025 – im „nicht öffentlichen“ Teil der Sitzung. Warum nicht öffentlich – ist derweil noch unbekannt – vielleicht um die Kritik an der bisherigen Personalie gering zu halten? Die Hauptsatzung der Landeshauptstadt Schwerin sagt im Artikel 4 (2) dass Abberufungen öffentlich durchzuführen sind – ein entsprechender Antrag, die Abberufung öffentlich durchzuführen soll gleich zu beginn der Sitzung am 24.ten gestellt werden, hat zumindest http://www.schwerin.news aus zuverlässiger Quelle erfahren.


http://www.schwerin.news wird das Thema weiter beobachten.


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