(fab)
Im Tarifstreit des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern haben sich die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Damit sind die für die kommende Woche geplanten unbefristeten Streiks abgewendet.
Nach fünf Verhandlungsrunden wurde eine schrittweise Gehaltserhöhung von mindestens 360 Euro vereinbart. Der neue Tarifvertrag gilt vom 1. Januar 2025 bis zum 30. Juni 2027. Für Bus- und Straßenbahnfahrer bedeutet dies eine Gehaltssteigerung um 3,9 Prozent im Jahr 2025 und insgesamt fast 12 Prozent über die gesamte Laufzeit.
Bevor die Einigung endgültig in Kraft tritt, müssen die rund 2.800 Beschäftigten noch zustimmen. Bis zum 25. April 2025 sind jedoch keine weiteren Streiks zu erwarten.
Ein Busfahrer in Mecklenburg-Vorpommern verdient derzeit inklusive Zulagen durchschnittlich 3.600 Euro brutto im Monat – in der spitze bei Wochenendarbeit und mit Überstunden. . Zuletzt wurde das Gehalt am 1. Juli 2024 angehoben. Zusätzlich wurde die Wochenarbeitszeit zum 1. September 2024 von 40 auf 39 Stunden reduziert, was nach Angaben der Arbeitgeber einer weiteren Gehaltserhöhung um 2,5 Prozent entspricht.
Mit der Einigung endet der Tarifkonflikt vorerst, sodass sowohl die Beschäftigten als auch die Fahrgäste mehr Planungssicherheit haben.
Die angekündigte fristlose Bestreikung – auch beim NVS ist somit abgewendet.














