(stm)
Am 5. April 2025 testete Schwerin erneut seine Warnsysteme: An 17 Standorten in der Landeshauptstadt heulten elektronische Sirenen, um im Ernstfall die Bevölkerung schnell alarmieren zu können. Die genauen Orte der Anlagen in Stadtteilen wie Großer Dreesch, Schelfstadt oder Krebsförden bleiben aus Sicherheitsgründen unter Verschluss – sie zählen zur kritischen Infrastruktur.
Doch nicht nur der Probealarm selbst steht im Fokus. Wie aus einer Antwort des Oberbürgermeisters Dr. Rico Badenschier hervorgeht, laufen bereits Gespräche mit der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, um künftig einen landesweiten Warntag in Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren.
Warnanlagen kosteten knapp 350.000 Euro
Die Anschaffung der Sirenen schlug mit rund 351.600 Euro zu Buche, wovon der Bund über sein Förderprogramm etwa 184.450 Euro übernahm. Jährlich fallen zusätzlich knapp 2.830 Euro für Wartung und Betrieb an, finanziert über den kommunalen Finanzausgleich. Hintergrund der regelmäßigen Tests ist eine Vorgabe des Innenministeriums in Schwerin, das solche Übungen zur Pflicht macht. Bislang gibt es in der Landeshauptstadt zwei Warntage pro Jahr: einen bundesweiten und einen regionalen.
MV weiter Warntag?
Doch das könnte sich bald ändern. Wie die Stadtverwaltung bestätigte, laufen Abstimmungen mit Nachbarkommunen und dem Innenministerium, um die Alarmproben künftig landesweit zu synchronisieren. Bereits am 5. April beteiligten sich Rostock und Vorpommern-Greifswald parallel an der Aktion – ein erster Schritt zur möglichen Ausweitung. Rechtlich gestützt wird dies durch das Landeskatastrophenschutzgesetz und das Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz, die Behörden zur Planung und Durchführung von Warnungen verpflichten.
Ob der landesweite Warntag bereits 2026 Realität wird, hängt nun von den weiteren Verhandlungen ab. Klar ist: Die Sirenen in Schwerin sind bereit – und könnten bald im Takt mit denen anderer Regionen heulen.


















