(fab)
Die Stadt Schwerin und der Entsorgungskonzern ALBA behaupten, die Plastikmüll-Belastung am Ziegeleiteich sei inzwischen vollständig beseitigt. Laut dem aktuellen Sachstandsbericht des Dezernats III (Umwelt) vom 2. Mai 2025 wurde die Säuberung in zwei Phasen durchgeführt: Anfang April sei zunächst etwa ein Drittel der Fläche gereinigt worden, Ende April dann die restlichen zwei Drittel. Eine Ortsbegehung durch ALBA und die Stadtverwaltung am 25. April habe den Erfolg der Maßnahmen bestätigt. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Schwerin stimmte dieser Darstellung zu und legte dem Hauptausschuss am gestriegen Dienstag einen Sachstandbericht vor. Demnach sei alles in Ordnung 3/3 der Fläche abgesammelt. http://www.schwerin.news war vor Ort und musste feststellen das dies nicht den Tatsachen entspricht.
Wer in diesen Tagen selbst zum Ziegeleiteich geht, stellt fest: Von einer vollständigen Säuberung kann keine Rede sein. Noch immer liegen in den angeblich bereinigten Bereichen großflächig Plastikreste verstreut – teils offen sichtbar, teils unter Laub und Holzspänen versteckt. Zerbröselte Verpackungen, Folien und Mikroplastik sind deutlich erkennbar. Dieser Widerspruch zwischen offizieller Darstellung und Realität wirft schwerwiegende Fragen auf.
Besonders Sichtbar wird das ab Minute 11 in einem Video das Live von vor Ort am heutigen Mittwoch, einen Tag nachdem im Hauptausschuss schriftlich und mündlich der Eindruck erweckt wurde es sei jetzt alles in Ordnung:
Hier geht es zum Video – spannend und interessant ab Minute 11:
https://www.facebook.com/www.schwerin.news/videos/683499394226195
Schweriner Umweltbehörde blind oder inkompetent?
Wie konnte die Ortsbegehung in der vergangenen Woche (nach dem 28. April, muss bereits stattgefunden haben, heute ist der 7. Mai, die Hauptausschussitzung auf der das Dokument vorgelegt wurde war am 6. Mai) die vollständige Säuberung bestätigen, wenn offensichtlich noch Müll vorhanden ist? Wurden bei der Kontrolle nur bestimmte, vorbereitete Bereiche begutachtet? Oder hat man bewusst weggesehen? Die Stadtverwaltung und die Untere Naturschutzbehörde sind in der Pflicht, diese Diskrepanz aufzuklären.

Die Bürgerinnen und Bürger Schwerins haben ein Recht auf eine funktionierende Abfallentsorgung, eine Umweltbehörde die die Umwelt schützt und nicht die Umweltverschmutzer und auf transparente Informationen. Es reicht nicht aus, sich auf die Angaben des verantwortlichen Unternehmens zu verlassen, anscheinend auch auf die Aussagen des Umweltdezernates ist wenig verlass – die Behörden müssen ihrer Kontrollpflicht endlich konsequent nachkommen. Die Stadt Schwerin muss jetzt handeln – mit unabhängigen Kontrollen, klaren Konsequenzen und einer ehrlichen Kommunikation.
Man muss hier offen die Frage stellen, ob die Umweltbehörde blind oder inkompetent ist – oder das Unternehmen Alba schont. Ja- vielleicht Alba hat etwas getan – doch von einer bereinigten Fläch kann absolut nicht die Sprache sein. Es bleibt noch viel zu tun.
So sieht es also aus, wenn die Schweriner Umweltbehörde und das Unternehmen Alba sagen, sie hätten das gesamte Gelände abgesammelt.








Hier kann das Schreiben, dass den Mitgliedern des Hauptausschusses am gestrigen Dienstag vorgelegt wurde angesehen und heruntergeladen werden:
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