(stm) In den vergangenen Monaten kam es in Schwerin vermehrt zu Unfällen mit Beteiligung der Straßenbahn. Die Fraktion Unabhängige Bürger / FDP wandte sich deshalb mit einer Anfrage an den Oberbürgermeister, um Klarheit über die Sicherheitslage und die Unfallentwicklung im städtischen Straßenbahnverkehr zu erhalten.
Aus der nun vorliegenden Antwort geht hervor: Aus Sicht von Polizei, Nahverkehr und Stadtverwaltung gibt es kein generelles Sicherheitsproblem. Die häufigste Unfallursache sei nicht technischer Natur, sondern liege meist in der Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer – etwa beim Einbiegen, Kreuzen oder im Längsverkehr. Auffällig sei laut Verwaltung vor allem ein Rückgang der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr.
Die Stadt verweist auf verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, darunter regelmäßige Abstimmungen mit dem Nahverkehr, die Auswertung von Unfalltypen sowie bauliche und signaltechnische Anpassungen. Infolge einer aktuellen Umleitungsführung wegen der Baustelle in der Franz-Mehring-Straße kam es zwar vorübergehend zu Unsicherheiten, diese seien jedoch mit angepasster Beschilderung und Markierung begegnet worden.
Ein Blick auf die Statistik zeigt zudem eine positive Entwicklung: Während 2022 noch 34 Straßenbahnunfälle registriert wurden, sank die Zahl im Jahr 2024 auf 17. Im laufenden Jahr 2025 wurden bis Mai 12 Unfälle gezählt. Nur ein kleiner Teil dieser Vorfälle ist laut Nahverkehr auf Eigenverschulden der Fahrerinnen und Fahrer zurückzuführen.
Auch die Sorge um mangelnde Erfahrung beim Fahrpersonal entkräftet die Stadt. Alle Fahrerinnen und Fahrer werden intern ausgebildet, regelmäßig geschult und erst nach erfolgreicher Prüfung zum Einsatz im Linienbetrieb zugelassen. Das Durchschnittsalter im Fahrdienst liegt bei 47 Jahren.
Besondere Unfallschwerpunkte mit Beteiligung der Straßenbahn gebe es in Schwerin derzeit nicht. Die Verwaltung betont jedoch, dass auch in Zukunft kontinuierlich an der Optimierung von Sicherheit und Verkehrsführung gearbeitet werde.












3 Antworten zu „Weniger Straßenbahnunfälle als in den Vorjahren – Verwaltung sieht keine Sicherheitsprobleme“
Manche Kommentare lassen einen nur noch den Kopf schütteln. Was soll den den die Verwaltung gegen die gesellschaftliche Verrohung tun? Hier kann sich nur jeder selbst an die eigene Nase fassen und nicht ständig nach dem Staat schreien. Vielleicht selbst mal sein eigenes Handeln reflektieren. Das würde schon einiges bringen.
„Besteht die Gefahr, dass unerfahrene Fahrer im Einsatz sind?“ Einfach unglaublich so eine Fragestellung der UB! Somit wird suggeriert, dass die Straßenbahnfahrer ihr Fahrzeug nicht beherrschen. Sie haben eine Schienenfahrerlaubnis, die vom Eisenbahn-Bundesamt ausgestellt wird. Der Job als Straßenbahnfahrer verlangt höchste Konzentration und eben bestens ausgebildetes Fahrpersonal. Der Strauß sollte mal seinen Freifahrtschein nutzen und ein paar Runden mit der Straßenbahn mitfahren. Dann sieht es rehr deutlich was so abgeht in Schwerin.
„Auffällig sei laut Verwaltung vor allem ein Rückgang der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr.“
Ist in der Bahn nicht anders, Situation Aus- und Einstieg, laute Musik, Essen, kein Maulkorb (für den Hund) und ganz verrückt – den Platz anbieten.
Hat die Verwaltung einen Plan, um etwas zu ändern? Oder ist es eben so? Wird ja gern gebracht – das ist nicht mehr zeitgemäß – ist der Rückgang also zeitgemäß?