(stm)
Ab August 2025 beginnen im Vogelschutzgebiet der Schweriner Seen (DE 2235-402) umfassende Kartierungen, in deren Fokus wichtige Rastvogelarten wie Gänse, Schwäne und Mausergäste stehen. Dasgab die Stadt Schwerin nun in einer Bekanntmachung kund. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (StALU WM) hat beauftragte Fachunternehmen mit den Arbeiten betraut, die bis April 2026 andauern sollen. Ziel ist es, europaweit geschützte Vogelarten systematisch zu erfassen und den Berichtspflichten der EU-Vogelschutzrichtlinie zu genügen.
Die Erhebungen decken sowohl Gewässer wie Außensee, Innensee und umgebende Flächen als auch angrenzende Landbereiche ab. Feldzählungen und Tagesbeobachtungen sollen Aufschluss über Schlafplätze an den Seen geben. Dabei werden teilweise auch private Grundstücke betreten – sofern sie potenzielle Rastplätze bieten oder gute Beobachtungsstandorte darstellen. Nach Naturschutzgesetz M‑V ist dies für Beauftragte der Naturschutzbehörden erlaubt, wenn es sich nicht um Wohngebäude handelt. Beauftragt ist das StALU WM; die Teams führen offizielle Schreiben mit und arbeiten besonders sensibel.
Das Amt bittet alle Eigentümer, Pächter und Flächennutzer um Unterstützung und Zugang zu entsprechenden Flächen. Rückfragen beantwortet Frau Antons unter Tel. 0385 / 588‑66412. Eine digitale Karte des Untersuchungsgebiets ist im Kartenportal des Landes M‑V abrufbar.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) sowie durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg‑Vorpommern finanziert.


















